Rheinuferrundweg extended

Maßnahmen in den Nachbargemeinden

Die Gemeinden von Kaiseraugst/Grenzach-Wyhlen bis Stein/Bad Säckingen wollen den ursprünglichen Rheinuferrundweg beider Rheinfelden auf ihr Gemeindegebiet ausdehnen. Der gesamte Hochrheinabschnitt soll sich als Teil eines länderübergreifenden Flussparks entwickeln und dadurch die bestehenden Qualitäten des zusammenhängenden Gewässerraums als gemeinsamen Natur-, Kultur- und Naherholungsraum stärken.

Der Rheinuferrundweg extended ist Naturerlebnis und grenzüberschreitender Verbindungsweg in einem: Zu Fuss oder mit dem Fahrrad kann der gesamte Weg mit seinen Sehenswürdigkeiten entdeckt werden. Dadurch fördert die Kooperation zwischen den Gemeinden den Tourismus der ganzen Region. Zusammenfassend zielen die geplanten Maßnahmen auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und die Erlebbarkeit des Rheinufers als durchlässige Natur-, Freiraum- und Erholungsachse in der Region. Die extensive Naherholung unter Wahrung von Naturanliegen steht dabei im Vordergrund.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Bad Säckingen

Bad Säckingen

Das historische Bad Säckingen setzt vier Aufwertungsmaßnahmen um und repräsentiert mit der denkmalgeschützten Altstadt und der europaweit längsten, gedeckten historischen Holzbrücke, die nach Stein AG führt, eine attraktive "Perle" am oberen Ende des Rheinuferrundwegs extended. 

Durchdachte und sorgfältig gestaltete Maßnahmen sollen das Ensemble aufwerten. Das gilt auch für die Aufwertungen im Gebiet der Mumpfer Fähre sowie des Rheinuferwegs im Bereich des ehemaligen Fischerdorfs Wallbach.

Geplante Maßnahmen in Bad Säckingen:
  • Ergänzung der Informationen bei der historischen Holzbrücke
  • Barrierefreier Zugang zum Rheinuferweg durch einen Aufzug
  • Aufwertung der Anlegestelle Mumpfer Fähre
  • Gestaltung und Aufwertung des historischen Dorfplatzes in Wallbach, Rheinzugang

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Grenzach-Wyhlen

Grenzach-Wyhlen

Der durchgängige, gut begehbare und ausgeschilderte Rheinuferweg "Vision", der auf der gesamten Länger der Gemarkung Grenzach-Wyhlen verläuft, soll Zugänge und Sichtschneisen zum Rhein mit ausreichenden Sitzgelegenheiten erhalten. Zudem soll er mit dem Oberrhein Römer-Radweg und dem Rheinfelder Rheinuferweg verbunden werden.

Insgesamt werden vier Aufwertungsmaßnahmen umgesetzt:
  • Verbesserung der Beschilderung und Auffindbarkeit der Ausgrabungsstätte "Römisches Brückenkastell". Verbesserung der Zuwegung, Ordnen der unterschiedlichen Wegebeziehungen. Gestaltung der Ausgrabungsstätte mit Aufenthaltsbereichen und Sichtbeziehungen.
  • Beschilderung des Weges, Gestaltung des Wiesengrundstücks an der Gewerbestraße, als "Tor" zum Rheinuferweg. Herstellung von Sichtbeziehungen zum Kraftwerk und zum Rhein.
  • Förderung der vorhandenen Artenvielfalt der Gehölze. Bildung und nachhaltige Entwicklung im Natur- und Biotop /Geotop anhand von Informationstafeln. Zwei Sichtschneisen mit gegenüberliegenden Aussichtbänken ergänzen die Attraktivität diese Wegeabschnitts.
  • Am Südlichsten Punkt Baden-Württembergs soll eine gemauerte Aussichtskanzel, die sich circa zwei Meter über die steile Böschung hinausschiebt, entstehen. Eine Stele in Form einer überdimensionierten Stecknadel visualisiert den südlichsten Punkt. Attraktiver Aufenthaltsort mit Markierungsstele, Infotafeln und Bänke. Beschilderung der Wegebeziehung zum Geotop.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Wehr

Wehr

Die Stadt Wehr plant auf ihrer Gemarkung vier Maßnahmen am Rhein:
  • In Brennet wird am alten Floßbindeplatz das leicht zugängliche Ufer als eintrittsfreier Bade-, Liege- und Grillplatz von Erholungssuchenden genutzt. Die Liegewiese wird von der Stadt Wehr gepflegt. Die Stelle ist wegen ihrer Topographie und Frequentierung hervorragend dazu geeignet, das „TRI-Regio-Hochrhein-Uferdesigne“ mit Rheinufertreppen, wie sie bereits in Basel und Rheinfelden anzutreffen sind, aufzugreifen.
  • Das Rheinufer wird derzeit konzeptlos nach Partialinteressen gepflegt und „gestaltet“. Hierdurch ergeben sich Konflikte sowie Nutzungsüberschneidungen. Daher ist es angebracht, an mehreren Uferstellen kleinere Sitz- und Aufenthaltsbereiche nach dem Vorbild des Landschaftsmalers Hans Thoma einzurichten und damit den genussvollen Aufenthalt am Rhein zu unterstützen.
  • An der Wehramündung führen sowohl der Rheinuferweg als auch der Bundesfernradweg „R6 Rhein“ entlang. Hier soll ein attraktiver Aussichts- und Aufenthaltsplatz sowie ein zentraler Treff- und Informationspunkt geschaffen werden. Dazu soll ein Aussichtshügel erbaut werden und gegebenenfalls außerhalb der Überflutungsbereiche der Wehra und des Rheins Geländemodellierungen zur Gliederung der Raumfunktionen vorgenommen werden.
  • Steganlage „Wasser erleben“: Hier soll der Wassersport gebündelt werden. Ein zentraler Steg für den Wassersport (Kanu-,Motorbootsport et cetera) soll geschaffen werden. Der Steg soll die vorhandene Anlage des Motor- und Segelbootclubs ergänzen und ähnlich dimensioniert sein. Damit werden andere Rheinuferabschnitte für eine naturnahe, infrastrukturlose Erholungsnutzung frei. Gleichzeitig soll mit einer Anlegestelle für das Ausflugsschiff „Trompeter von Säckingen“ ein Ausgangspunkt für die Flussfahrt im Raum Stein / Bad Säckingen bis hinunter in die Nähe des Kraftwerks Ryburg-Schwörstadt geschaffen werden.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Schwörstadt

Schwörstadt

Die Gemeinde Schwörstadt plant an ihrem Wegabschnitt insgesamt vier Aufwertungsmaßnahmen:
  • Gegenüber dem  Rheinüberlaufbecken ist die Anlage von einem Park & Ride-Parkplatz für Bahnreisende, Pendler und Naherholungssuchende geplant. Der Aus-bau des bisher begrenzten Parkplatzangebots dient nicht nur der Deckung einer er-warteten, allgemeinen Verkehrszunahme, sondern zur Abdeckung des Stellplatzbedarfs für die zusätzliche Nutzung der Freizeitangebote. Bestehende privat genutzte Parkplätze beziehungsweise Materiallager werden zurückgebaut und dem Spielplatz zugeordnet.
  • Die Fläche im Bereich Rheinüberlaufbecken bis zum Rheinufer bietet sich aufgrund der Erreichbarkeit, der Offenheit und der bisherigen Nutzung als Treffpunkt sowie Aufenthalts- und Aktivraum zur Neugestaltung an. Die bewegte Topographie rund um das Rheinüberlaufbecken schafft die Möglichkeit für die Anlage eines Hangspielplatzes mit einer Rutsche, Kletterspielgeräten, Aus-sichtstürmen und weiterem. Bei der Ideenfindung für die Spielplatzgestaltung sollen die ortsansässigen Kinder und Eltern über Workshops bei der Gestaltung mit einbezogen werden. Im südlichen Bereich nahe dem Rheinufer wird die Anlage eines Rast- und Aufenthaltsplatzes mit stationären Grillstellen, Tischgarnituren und Mülleimern eingeplant. Beim Eingangsbereich auf die Fläche bei der Kreuzung im Norden neue Fahrradstellplätze angeboten werden sollen.
  • Entlang des Rheins werden im Projektgebiet der IBA Basel 2020 „Himmelsliegen“ zur Entspannung, Rast und Naturbeobachtung eingebaut. Das offene Rheinufer an dieser Stelle bietet den idealen Platz, um Himmelsliegen und eine hölzerne Aussichtsplattform zu montieren und damit den Bezug zum Rhein zu stärken. Durch diese Maßnahmen lässt sich ein beliebter Treffpunkt zur Naherholung für ortsansässige Familien, Reisende und Naherholungssuchende entwickeln.
  • Weitere Entwicklungsmaßnahmen sind die Gestaltung der Bootsanlegestelle für das Fahrgastschiff „Trompeter von Säckingen“, das unter der Saison täglich eine Tour von Bad Säckingen bis nach Schwörstadt unternimmt sowie die Uferaufwertung: An der Kurve in Richtung Rheinbadstraße beim Schwimmbad Schwörstadt wird eine kleine Bucht bestehend aus einer Steinschüttung in die Uferböschung eingebaut. Sie dient als Ein- und Ausstiegsmöglichkeit in den Rhein.

Rheinuferreundweg-Karte mit Lupe auf Rheinfelden (Aargau)

Rheinfelden (Aargau)

In Rheinfelden (Aargau) sind zwei Maßnahmen zur Aufwertung vorgesehen:
  • Plattform bei der Lokalität, die im Volksmund "beim Zähringer" oder "Rheinlust" heißt. Dort befanden sich einst der alte Steg, über welchen die beiden damaligen Großkraftwerke Rheinfelden und Beznau grenzüberschreitend zum ersten Kraftwerkverbund verknüpft wurden (2011 abgebrochen), sowie die Unterstation Theodorshof des Wasserkraftwerks Beznau. Die Plattform soll auf dem erhaltenen, historischen Brückenkopf des alten Stegs entstehen und erste Elemente des Stegs rekonstruieren.
  • Im Gebiet des neuen Flusskraftwerks Rheinfelden soll – in zwei Abschnitten – ein rund 1,5 km langes Wegstück erstellt werden. Konkret sind dies zwei waldquerende Fusswegpassagen von der Mündung des Chleigrüttgrabens hinauf zum Aussichtspunkt sowie durch den Wald im Gebiet des aufgefüllten Grossgrüttgrabens. Beim Aussichtspunkt soll eine Informationsplattform mit Rastplatz gestaltet werden. Aktuell ist der Aussichtspunkt über dem neuen Flusskraftwerk nur mit großen Umwegen erreichbar. Das erste Wegstück an der Flanke des Chleigrüttgrabens schafft den Zugang auf kürzestem Weg. Spaziergänger, Wanderer und Erholungssuchende bekommen die Möglichkeit, auf einem kurzweiligen Weg den Aussichtspunkt zu erreichen, von wo sie eine spektakuläre panoramaartige Sicht auf den Rhein, die Felsformationen des «Gwilds», das neue Flusskraftwerk sowie das Umgehungsgewässer am deutschem Ufer geniessen können. Zugleich hält die Informationstafel am Rastplatz die wichtigsten Daten des neuen Kraftwerks bereit.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Mumpf

Mumpf

In der Gemeinde Mumpf ist eine Maßnahme geplant:
  • Da der Rheinuferweg im Bereich der Gemeinde Mumpf streckenweise außergewöhnlich schmal ist, ist eine Sanierung und Aufwertung dieses Abschnitts des Rheinuferrundwegs dringend erforderlich. Besteht doch gelegentlich nur Platz für eine Person, bereits mit einem schmalen Kinderwagen ist der Weg kaum mehr begehbar. Die Sanierung ist besonders deshalb sehr wichtig, weil in dem hier besonders engen und südlich stark ansteigenden Gelände der Kantonsstraße keine Trottoirs vorhanden sind.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Stein im Fricktal

Stein im Fricktal

Die Gemeinde Stein im Fricktal plant eine Aufwertung in Etappen:
  • Die Rheinpromenade entlang der Fluss und Naturlandschaft des Rheins ist als Erholungsraum von hohem Stellenwert für die Gemeinde Stein. Die Ufervegetation hat sich in den vergangen Jahren stark verändert. An verschiedenen Stellen haben sich ‹wilde› Nutzungen etabliert. Die Sicht oder den Zugang zum Fliessgewässer ist vielerorts eingeschränkt. Aufgrund des hohen Stellenwerts der Rheinpromenade als Erholungsraum und des eingeschränkten Nutzungsspielraums sollen Möglichkeiten für eine Aufwertung in Etappen aufgezeigt werden. Dabei soll das Spektrum von Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen über einzelne, neue Infrastrukturelemente bis hin zu gezielten und punktuell angeordneten Aufwertungsmaßnahmen reichen. Die Ziele sind auf den Entwicklungsrichtplan Rheinbrückstraße abzustimmen.

Rheinuferrundweg-Karte mit Lupe auf Möhlin

Möhlin

In Möhlin sind zwei Maßnahmen zur Aufwertung des Rheinufers und zur Herstellung von Sichtbezügen vorgesehen:
  • Gestaltung eines Bade- und Bootsstegs zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Zuganges zum Rhein.
  • Spezifische Pflegemaßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt, in den Waldnaturreservaten und Wildtierkorridoren.

Das Projekt "Rheinuferrundweg" wird zu 70 Prozent von Interreg gefördert.