Politisches Engagement

Jugendbeteiligung

Seit 2015 ist im § 41a der Gemeindeordnung Baden-Württemberg verankert, dass die Kommunen auch Kinder und Jugendliche vor einer Entscheidung, die die Belange von ihnen betrifft, in angemessener Form einbeziehen müssen. Eine große Herausforderung besteht nun darin, Methoden zu entwickeln und zu erproben, die für die Strukturen der jeweiligen Kommune funktionieren.

Jugendparlament

Nachdem es nicht gelang, für das seit 1995 bestehende Jugendparlament – kurz JuPa – 2017 genügend Kandidaten zu finden, plant die Stadt Rheinfelden (Baden) zum Schuljahr 2018/2019 in Kooperation mit den weiterführenden Schulen, erstmals den 8er-Rat einzuführen.

8er-Rat

Beim 8er-Rat sind alle Schüler der 8. Klassen eingeladen, ihre Themen einzubringen und Vorschläge zur Entwicklung und Gestaltung Rheinfeldens einzubringen. Ein wichtiger Bestandteil des 8er-Rats ist, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen mit Experten aus der Verwaltung zu diskutieren und mit Entscheidungsträgern darüber ins Gespräch zu kommen. Die Ergebnisse werden dann im Gemeinderat vorgestellt. Mit diesem Konzept begibt sich die Stadt mit den jüngeren Bürgern auf die spannende Reise, Demokratie weiterzuentwickeln.

§41a GemO Baden-Württemberg

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

(1) Die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener  Weise beteiligen. Dafür sind von der Gemeinde geeignete Beteiligungsverfahren zu entwickeln. Insbesondere kann die Gemeinde einen Jugendgemeinderat oder eine andere Jugendvertretung einrichten. Die Mitglieder der Jugendvertretung sind ehrenamtlich tätig.