Freiwillige Feuerwehr Rheinfelden (Baden) / Abteilung Stadt

Zentrales Gerätehaus

istorisch gewachsen gibt es in Rheinfelden vier Teilortwehren: Rheinfelden, Karsau, Nollingen und Warmbach. Jede dieser Feuerwehrabteilungen hat ein eigenes Gerätehaus, eigene Ausrüstung und eigene Fahrzeuge.

Diese historisch gewachsenen Strukturen wurden im Rahmen der aktuellen Feuerwehrbedarfsplanung kritisch auf den Prüfstand gestellt. Unter den Gesichtspunkten – Alter der Gebäude, berufsgenossenschaftliche Belange, neue Gesetzesvorgaben, Zunahme des Einsatzspektrums, Sicherung von Tagesalarmbereitschaft und raschen Eingreifzeiten – wurde die zukunftsträchtige Entscheidung getroffen, an einem Standort nördlich der Römerstraße ein zentrales Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Hier werden sich die oben genannten Feuerwehrabteilungen zu einer „Abteilung Stadt“ zusammenfinden.

Abteilung Stadt


Im Einsatzgebiet der neuen „Abteilung Stadt“ leben derzeit rund 23 000 Personen. Darüber hinaus sind dort zwei Betriebe, die der Störfallverordnung unterliegen, angesiedelt. Das Einsatzgebiet umfasst außerdem Abschnitte der BAB A98 und die Querspange 86I zur Schweiz.

Zum Zuständigkeitsbereich gehören derzeit auch zwei Tunnelanlagen, die Zollstation Autobahn, die Bahnlinie Basel-Singen, der Rheinhafen sowie die im Stadtgebiet stark befahrenen Bundesstraßen 34 und 316. Im Bedarfsfall erfährt die Freiwillige Feuerwehr Rheinfelden (Baden) Unterstützung durch Werksfeuerwehren und Einsatzkräfte aus der Deutschen bzw. Schweizer Nachbarschaft.

Die neue „Abteilung Stadt“ wird rund 100 Aktive (davon 3 Hauptamtliche im Werkstattbereich sowie eine Verwaltungsfachkraft) | 54 Jugendliche | 51 Angehörige der Altersmannschaft umfassen. Außerdem wird das Musikkorps mit derzeit 45 Aktiven in das zentrale Gerätehaus mit einziehen.

Für die Zukunft zeichnet sich zudem ab, dass die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr durch einen hauptamtlichen Kommandanten gesteuert werden.


Zentraler Standort

Aus einsatztechnischen Gesichtspunkten wurde als Standort das Gebiet nördlich der Römerstraße gewählt. Dieser Standort sichert eine optimale Erschließung großer Teile des Stadtgebietes und ermöglich darüber hinaus ein Ein- und Ausrücken in alle Himmelsrichtungen.
 
Die Alarmausfahrt ist über den Kreisel B316, der noch entsprechend erweitert werden muss, geplant, die Zufahrt über die Römerstraße. Hier soll auch eine Notausfahrt das Ausrücken gewährleisten für den Fall, dass der Äußere Ring oder die Müßmattstraße selbst blockiert sein sollten.

Wettbewerbsergebnis

Nachdem das Raumprogramm gemeinsam mit der Feuerwehr erarbeitet wurde, schrieb die Stadt im November 2018 einen Wettbewerb aus. Von den teilnehmenden zwölf Architekturbüros setzte sich das Münchner Büro dasch zürn + partner architekten mit seinem Entwurf als Sieger durch. Den zweiten Rang belegte das Büro Drei Architekten aus Stuttgart und auf Platz drei kam der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Josef Prinz und Achim Schreiner.

Fazit der Jury: „Zusammenfassend ein Feuerwehrhaus, das mit einem konzentrierten Baukörper ein Erkennungszeichen am Stadteingang setzt und sich gleichzeitig zur südlichen Wohnbebauung einfügt. Die vielfältigen funktionalen Anforderungen werden überaus gut erfüllt.“