Lärmaktionsplan

Alle fünf Jahre wird der Lärmaktionsplan der Stadt Rheinfelden (Baden) entsprechend der EG Richtlinie (Umgebungslärmrichtlinie) fortgeschrieben.

Aufgestellt im Jahr 2015 wurde das Ingenieurbüro Fichtner aus Freiburg 2020 mit der Fortführung des Rheinfelder Lärmaktionsplanes beauftragt. Generell geht es dabei um die Lärmsituation im Stadtgebiet entlang der Hauptverkehrsachsen A 861, B 34, B 316 und L 143 (Nollinger Straße).

Eine Lärmkartierung, die festlegt, welche Straßen Bestandteil des Lärmaktionsplans sind, wurde für das Land Baden-Württemberg von der Landesanstalt für Umwelt durchgeführt. Zur Orientierung dient hierbei die Zahl 8.200 Kfz/24 Stunden.

Verfahren

Angesichts der bevorstehenden Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes A98.4 und der damit verbundenen Veränderungen im Verkehrsfluss, hatten sich Verwaltung und Gemeinderat im Vorfeld darauf geeinigt, die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes in einem vereinfachten Verfahren durchzuführen. Nur der Bereich Degerfelden wurde genauer untersucht, da die Inbetriebnahme des Autobahnabschnittes nach Auffassung der Experten dort keine Auswirkungen haben wird.

Degerfelden

Auf Grundlage einer Verkehrszählung wurde der durchschnittliche Lärmpegel berechnet. Dabei zeigte sich, dass nur wenige Häuser in Degerfelden in einem „unmittelbar gesundheitsgefährdeten Bereich“ liegen, in dem die zulässigen Obergrenzen (70 dB (A) am Tag und 60 dB(A) in der Nacht) überschritten werden.

Meist liegen die Beurteilungspegel am Tag aber zwischen 60 und 65 dB(A) und nachts zwischen 50 und 55 dB(A) und damit nur wenig über den gesetzlich festgelegten Untergrenzen 59 dB(A) am Tag und 49 dB(A) in der Nacht.

Gemeinderat

In seiner Sitzung am 15. April dieses Jahres hat der Rheinfelder Gemeinderat einstimmig das Inkrafttreten des Lärmaktionsplans beschlossen. Zudem stimmte er zu, auf der B 316 (Ortsdurchfahrt Degerfelden) eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h aus Lärmschutzgründen zu beantragen.

Der Lärmaktionsplan soll im Jahr 2023 fortgeschrieben werden.