Rooks, Christian
Stellvertretende Amtsleitung Stadtbauamt, Abteilungsleitung Baurecht, Architekt
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Baulicher Hochwasserschutz umfasst alle technischen und strukturellen Maßnahmen, die dazu dienen, Gebäude, Infrastrukturen und Siedlungsgebiete vor den Auswirkungen von Hochwasser zu schützen.
Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels gewinnt dieser Bereich an Bedeutung. Durch eine durchdachte Planung und den Einsatz geeigneter Bauweisen lassen sich Schäden deutlich reduzieren und die Sicherheit für Menschen und Sachwerte erhöhen.
Bei diesem "hochwasserangepassten" Bauen können dabei drei Strategien verfolgt werden.
Die Strategie „Ausweichen“ ist die gesetzlich vorgeschriebene erste Wahl. Sie zielt darauf ab, Gebäude oder hochwassersensible Nutzungen (wie Heizungen oder Stromkästen) außerhalb der Gefahrenzone zu platzieren.
Zu ihr gehören Maßnahmen, wie:
Mit der Strategie „Widerstehen“ verhindern Sie, dass Wasser in Ihr Haus eindringt. Dabei müssen Sie während der Baukonstruktion Vorkehrungen treffen beziehungsweise Bestandsgebäude nachrüsten.
Die Möglichkeiten umfassen Maßnahmen zum Schutz vor:
Mit der Strategie „Nachgeben“ nehmen Sie in Kauf, dass Ihr Haus bei Hochwasser eventuell (teilweise) geflutet wird. Dies ist dann nötig, wenn der Wasserdruck die Bodenplatte oder Teile Ihres Hauses zerstören könnte.
Wichtige Bausteine dieser Strategie sind:
Weitere Informationen zum hochwasserangepassten Bauen finden sich auch auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Von Hochwasser betroffene Gebiete können indes auf der Hochwassergefahrenkarte des Landes nachgeschaut werden.
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