Rago, Dominic
Amtsleitung Ordnungsamt
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Notsituationen können jederzeit und überall auftreten. Oft kommen sie unerwartet und verlangen schnelles, überlegtes Handeln. Wer in solchen Momenten vorbereitet ist, kann nicht nur sich selbst, sondern auch anderen helfen und schlimmere Folgen verhindern.
Deshalb ist es wichtig, grundlegende Tipps und Verhaltensweisen für verschiedene Notlagen zu kennen – von Vorsorgemaßnahmen über das richtige Verhalten während und nach der jeweiligen Notsituation.
Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen und ähnlichem geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit. Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können.
Treffen Sie gegebenenfalls Vorkehrungen, um Ihre pflegebedürftigen Angehörigen notfalls für einige Zeit selbst pflegen zu können.
Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen (Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden). Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen (Wasser im Motorraum kann viele Schäden verursachen). Lassen Sie daher Ihr Fahrzeug abschleppen, sofern es bis über die Räder im Wasser steht.
Helfen Sie anderen, bringen Sie sich aber nicht selbst in Gefahr. Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
Fahren Sie nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötig herum (Wellenbildung und Gefahr von Unterwasserhindernissen).
Betreten Sie keine Uferbereiche (Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen). Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden. Beachten Sie Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.
Wenn ein Löschversuch nicht möglich ist, schließen Sie die Fenster des Raumes, sofern das ohne eigene Gefährdung möglich ist. Wenn nicht, verlassen Sie sofort den Raum. Schließen Sie die Tür des Raumes, in dem es brennt. Hierdurch wird dem Feuer Sauerstoff entzogen.
Rufen Sie die Feuerwehr 112!
Warnen Sie andere Personen in der Wohnung oder im Haus! Bringen Sie sich und andere in Sicherheit.
Wenn Sie Ihr Notgepäck vorbereitet und griffbereit haben, nehmen Sie es mit. Bringen Sie sich jedoch unter keinen Umständen in Gefahr, indem Sie versuchen, Gegenstände vor den Flammen zu retten! Die Sicherheit von Personen geht immer vor!
Schließen Sie alle Türen, aber schließen Sie nicht ab, um ein schnelles Absuchen zu unterstützen. Halten Sie die Schlüssel für Räume oder Fenster, die sich nur mit Schlüssel öffnen lassen, für die Einsatzkräfte bereit.
Prüfen Sie nach Verlassen des Gebäudes, ob wirklich alle Personen aus der Wohnung oder dem Haus in Sicherheit sind. Bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese noch im Gebäude und somit in Gefahr befindet.
Warten Sie auf die Feuerwehr und weisen Sie diese ein: Beschreiben Sie der Feuerwehr die Räumlichkeiten, Personen in Gefahr oder Gegenstände, die explodieren können.
Halten Sie ausreichend Abstand zu dem beschädigten Gebäude, entfernen Sie sich vom Trümmerbereich und den Staubwolken (Faustformel für eine sichere Entfernung: ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Haushöhe). Es besteht die Gefahr, dass noch weitere Bauteile einstürzen.
Achten Sie auf Anzeichen von zusätzlichen Gefahren, zum Beispiel auf (offene) elektrische Leitungen, vor allem im Zusammenhang mit geborstenen Wasserleitungen, auf den Geruch von ausströmendem Gas oder ein verdächtiges Zischen. Benutzen Sie keine Streichhölzer oder Feuerzeuge – es könnten Gasleitungen zerstört sein. Brände können entstehen. Entfernen Sie sich unverzüglich!
Nach einem Sprengstoffanschlag können weitere, noch nicht explodierte Sprengvorrichtungen vorhanden sein. Berühren Sie keine Gegenstände, die Ihnen verdächtig vorkommen. Verlassen Sie umgehend den Bereich, in dem diese verdächtigen Gegenstände liegen. Teilen Sie den Fundort den Einsatzkräften mit.
Betreten Sie niemals verqualmte Räume – Brandgase sind tödlich! Unternehmen Sie gegebenenfalls einen Löschversuch, falls das ohne Selbstgefährdung möglich ist.
Verwenden Sie zum Abkühlen kalte Fußbäder, Sprühflaschen mit Wasser (regelmäßig reinigen, um Verkeimungen zu vermeiden) oder kühlende Körperlotionen. Handgelenke und Unterarme unter kaltes Wasser halten wirkt auch lindernd.
Lauwarm Duschen! Kalte Duschen erschweren dem Körper die Wärmeabgabe. Für Kinder eignen sich Planschbecken oder andere Wasserspiele.
Auch nachts nur leichte Bekleidung und leichte Bettwäsche verwenden, um einen Hitzestau zu vermeiden.
Starker Schneefall und Glätte kann für alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Autofahrer oder Radfahrer - gefährlich werden. Seien Sie vorsichtig, um Unfälle und Stürze zu vermeiden. Wenn Sie Zeuge von Unfällen oder Stürzen mit Verletzten werden, leisten Sie Erste Hilfe und verständigen Sie den Notruf!
Vorsicht, Gefahr von oben: Unter Umständen können sich von Hausdächern Schneelawinen lösen und herunterstürzen. Oft hängen auch Eiszapfen an den Regenrinnen, die abbrechen und Sie verletzen können. Halten Sie sich daher in sicherer Entfernung von geneigten Dachflächen auf.
Warnen Sie gegebenenfalls Ihre Kinder: Wenn der Schnee eisig und hart wird, kann es unter anderem zu Schnittverletzungen an den Händen kommen. Auch ungünstige Treffer mit harten Schneebällen bei einer Schneeballschlacht können zu ernsten Verletzungen führen.
Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen, das Betreten anderer Eisflächen ist lebensgefährlich.
Durch starke Schneefälle können Äste und Baumkronen abbrechen. Teilweise stürzen sie zu Boden, teilweise hängen sie noch in den Bäumen. Durch heftigen Wind können daher lose Äste vom Baum geschüttelt werden und herabstürzen. Meiden Sie daher im Zweifel Waldspaziergänge.
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