Verkehrsplanung

Eine moderne und lebenswerte Stadt braucht eine nachhaltige und vorausschauende Verkehrsplanung.

Rheinfelden (Baden) setzt dabei auf eine ausgewogene Mischung aus umweltfreundlicher Mobilität, attraktiven Angeboten für Rad- und Fußverkehr sowie einer besseren Vernetzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Ziel ist es, Verkehrsströme effizient zu lenken, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig Klima- und Lärmschutz zu fördern. Zentrale Grundlagen bilden dabei der Verkehrs- und Mobilitätsplan, der Lärmaktionsplan sowie das Fahrradstraßenkonzept. 

Der Verkehrs- und Mobilitätsplan ist die zentrale Leitlinie für die zukünftige Mobilitätsentwicklung in Rheinfelden.

Er dient als „roter Faden“ und zeigt auf, wie sich die Stadt und ihre Ortsteile nachhaltig und zukunftsorientiert weiterentwickeln können.

In enger Zusammenarbeit von Verwaltung, Gemeinderatsfraktionen, Ortsvorstehern, Polizei, Verkehrsbehörde, IG Velo und SBG entstand ein umfassendes Konzept, das alle Formen der Mobilität berücksichtigt.

Was ist das Leitbild?

„Rheinfelden: für alle Verkehrsteilnehmer gut und umweltbewusst erreichbar.“
Dieses Motto steht im Mittelpunkt aller Maßnahmen und gibt die Richtung für eine moderne und nachhaltige Mobilität vor.

Was umfasst der Plan?

  • alle Verkehrsarten: Fußgänger, Radverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr und KFZ-Verkehr
  • neue Mobilitätsangebote: innovative, vernetzte und intelligente Lösungen
  • gesamtes Stadtgebiet: sowohl die Kernstadt als auch alle Ortsteile

Wird der Plan aktualisiert?

Die Fortschreibung des Verkehrsplanes war und ist unter anderem erforderlich durch:

  • neue Rahmenbedingungen auf Bundes- und Kommunalebene (zum Beispiel A98, A861, Äußerer Ring, Sperrung der Alten Rheinbrücke)
  • die Weiterentwicklung des Flächennutzungsplanes

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Zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung erließ die EU 2002 die sogenannte „Umgebungslärmrichtlinie“.

Diese wurde 2005 in nationales Recht umgesetzt. Seitdem sind Kommunen verpflichtet für Hauptverkehrsstraßen einen Lärmaktionsplan aufzustellen und bei Überschreitung der Schwellenwerte entsprechende Maßnahmen wie beispielsweise Tempo 30 umzusetzen. Alle fünf Jahre müssen die Lärmaktionspläne fortgeschrieben werden. 

Basierend auf den bisherigen Planungen sowie den neuesten Kartierungsergebnissen der LUBW hat die Stadt Rheinfelden (Baden) 2025 den Lärmaktionsplan aus dem Jahr 2021 überarbeitet. Dabei wurde der Untersuchungsradius auf alle Ortsteile ausgedehnt. Im Vergleich zu früheren Berechnungen galten dabei sowohl neue Schwellenwerte - 65 dB(A) tagsüber und 55 dB(A) nachts - als auch eine veränderte Berechnungsmethode.  

Auf Grundlage des aktualisierten Lärmaktionsplans und geänderter Bedingungen in der Straßenverkehrsordnung werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  •  Tempo 30 in folgenden Straßen: Karl-Fürstenberg-Straße, Hardtstraße, Schildgasse, Nollinger Straße / B316 und Friedrichstraße / B34 (Kernstadt), Hauptstraße und Bahnhofstraße (Herten), Kreisstraße und Karsauer Straße (Karsau), Wiesentalstraße (Minseln), Schopfheimer Straße (Nordschwaben), Rheintalstraße (Adelhausen), Adelhauser Straße und Birsstraße (Eichsel), Eichsler Straße (Degerfelden), Beuggener Straße (Nollingen), Warmbacher Straße / B34 (Warmbach), 
  • Tempo 50 auf der B34 in Karsau-Beuggen und -Riedmatt

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Um den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen plant die Stadt in den kommenden Jahren die Umsetzung verschiedener Fahrradstraßen.

Basierend auf einer vom einem Fachbüro durchgeführten Analyse sollen die geplanten Fahrradstraßen bestehende Lücken im Radverkehr schließen und dabei Schulen, wichtige Freizeiteinrichtungen sowie die Innenstadt an- und verbinden. Insgesamt 13 Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von rund 600.000 Euro.

Grundsätzlich sehen Fahrradstraßen eine Aufteilung der Fahrbahnbreite vor: Die eigentliche Fahrgasse mit einer Breite von vier Metern, wechselseitige oder einseitige Längsparkstände mit einer Breite von zwei Metern – abgetrennt durch einen Sicherheitstrennstreifen von 0,75 Metern. Radfahrende haben auf Fahrradstraßen Vorrang, es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde.

Liste der geplanten Maßnahmen 

  • 2026 Eichbergstraße (80.000 Euro)
  • 2026 Maurice-Sadorge Straße inclusive Eichamtstraße bis Schillerstraße (126.000 Euro)
  • 2027 Schillerstraße und Werderstraße zwischen Goethestraße und Schillerstraße, Karl-Fürstenberg-Straße  zwischen schwarzem Weg und Kronenstraße (210.000 Euro)
  • 2028 Moselstraße, Rathenaustraße, Edmund-Schweizer-Straße, Pestalozzistraße, Kronenstraße, Müssmattstraße, Eichamtstraße (193.000 Euro)
  • 2029 Kaminfegerstraße bis Josefstraße, Dürrenbachstraße, Scheffelstraße (94.000 Euro)

Gerne für Sie da

Obert, Tobias

Amtsleitung Straßen und Tiefbau, Technische Betriebsleitung Stadtwerke Rheinfelden (Baden), Technische Betriebsleitung Abwasserbeseitigung

66 Amt für Straßen und Tiefbau, Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, Eigenbetrieb Stadtwerke Rheinfelden (Baden) +2 Weitere

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