Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine in Südostasien beheimatete Hornissenart, die seit 2004 in Europa nachgewiesen wurde und sich vor allem im Südwesten Deutschlands und zunehmend auch im Landkreis Lörrach stark ausbreitet. Sie ist etwas kleiner als die heimische Hornisse, besitzt eine schwarze Grundfärbung mit wenigen gelben Binden und baut große, kugelförmige Nester vorwiegend in Baumkronen.

Die Asiatische Hornisse stellt in Deutschland vor allem eine Gefahr für Honig- und Wildbienen dar, da sie diese als Beute angreift und so die Bestäubung und Imkerei beeinträchtigen kann. Für Menschen ist der Stich nicht gefährlicher als der heimischer Hornissen, jedoch können Allergiker stärkere Reaktionen zeigen.

Ökologisch bedroht die Hornisse viele Insektenarten und könnte dadurch die Artenvielfalt beeinflussen. Seit 2025 gilt sie als etablierte invasive Art. 

Asiatische Hornisse mit Kennzeichnung der typischen Merkmale.
© DzoPhoto_Canva

Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Hornisse (Vespa crabro). Die Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse sind 1,7 bis 2,4 Zentimeter groß, Königinnen können auch bis 3 Zentimeter groß werden.

Zu erkennen ist die Asiatische Hornisse an ihrer schwarzen Grundfärbung: Die Brust ist schwarz, der Hinterleib dunkel mit wenigen gelben Binden. Die Beine sind schwarz-gelb gefärbt und ihr Kopf ist schwarz mit einer orangenen Stirn.

  • Bewahren Sie Ruhe! Das Nest keinesfalls stören oder eigenhändig entfernen, da Hornissen bei Bedrohung stechen können.
  • Fotografieren oder filmen Sie das Nest aus sicherer Entfernung, um Flugverhalten, Standort und Aktivität zu dokumentieren.
  • Machen Sie genaue Angaben zum Fundort, idealerweise mit Adresse und GPS-Daten. Bitte notieren Sie - wenn möglich - Datum und Uhrzeit der Beobachtung.
  • Übermitteln Sie die Meldung zusammen mit Fotos und - falls vorhanden - den Standortangaben an unsere Abteilung Stadtgrün und Umwelt oder direkt 

    hier an die Landesanstalt für Umwelt des Landes Baden-Württemberg. 

Die Nester der Asiatischen Hornisse unterscheiden sich von Nestern der heimischen, geschützten Hornisse in Lage, Form, Farbe und Bauweise. 

So baut die Asiatische Hornisse zwei Nesttypen: ein kleines, handballgroßes Gründungsnest im Frühjahr (häufig in geschützten Bereichen wie Schuppen oder Sträuchern in Bodennähe) und ein größeres Sekundärnest, das im Sommer vorwiegend hoch in Bäumen in über 10 Metern Höhe frei hängt. Das Sekundärnest kann bis zu einem Meter Höhe und bis zu einem Meter Breite erreichen und ist kugel- bis birnenförmig. Das Nest ist unten geschlossen. Die Nesthülle der Asiatischen Hornisse ist mehrlagig, eher grau gefärbt und das Flugloch befindet sich seitlich.

Die heimische Hornisse errichtet ihre Nester meist an geschützten Orten wie in Hohlräumen, Baumhöhlen, Dachböden oder Nistkästen. Die Nester sind eher breit als hoch und bis zu 60 Zentimeter groß. Bei der heimischen Hornisse ist die Nesthülle ebenfalls mehrlagig, aber ockerfarben, und der Nestboden ist als Flugloch offen.

Gegen die Asiatische Hornisse gibt es verschiedene Schutzmaßnahmen:

  • Gefundene Nester sollten nur von geschulten Fachleuten entfernt werden, um Menschen und heimische Hornissen zu schützen.
  • Imker können ihre Bienenstände mit Absperrgittern oder sogenannten „Maulkörben“ an den Fluglöchern schützen, die Hornissen fernhalten, aber Bienen durchlassen.
  • Fluglochverengungen sowie eine gute Volksgesundheit und Futterversorgung stärken die Bienen gegen Angriffe.
  • Locktöpfe im Frühjahr können helfen, Jungköniginnen zu fangen und so die Ausbreitung zu bremsen.
    (Fallenfang ist umstritten, da viele Fallen auch nützliche Insekten fangen und daher in Deutschland streng reguliert sind.)
  • Bei Begegnungen mit Hornissen empfiehlt sich helle, geschlossene Kleidung und Abstand zu halten, um Stiche zu vermeiden.

Gerne für Sie da

Mehr erfahren