Bisherige Großprojekte

Bisherige Großprojekte der Grünplanung zeigen, wie stark sich die Stadt bereits mit der Gestaltung und Aufwertung grüner Infrastrukturen auseinandergesetzt hat.

Dabei wird deutlich, welch große Rolle Parks, Grünzüge, Renaturierungen und Freiraumentwicklungen für Klimaanpassung, Biodiversität und Lebensqualität in urbanen Räumen spielen.

Die Stadt Rheinfelden (Baden) und die Gemeinde Schwörstadt haben gemeinsam eine Biotopverbundplanung beauftragt.

Als Biotopverbund bezeichnet man Biotope (= Lebensräume), die so miteinander verbunden sind, dass Tiere und Pflanzen sich dazwischen hin und her bewegen können. Auf diese Weise findet ein genetischer Austausch statt. Dies ist Grundvoraussetzung für den Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Im Zuge der Planung wurde sowohl der aktuelle Zustand des Biotopverbunds bewertet als auch Maßnahmen zur Verbesserung ausgearbeitet. Im Rahmen der Planung fanden verschiedene Beteiligungen statt. Insbesondere den Landwirten kommt bei der Realisierung eine zentrale Rolle zu.

Weitere Informationen unter: https://www.lev-loerrach.de/biotopverbund/

Nach langjähriger, intensiver Vorbereitung war es zu Beginn des Jahres 2024 endlich so weit: Die Umgestaltung des Rathausplatz Herten ging in die Umsetzung.

Das Herzstück der neuen Ortsmitte ist ein begehbarer Brunnen mit Wasserfontäne. Gleichzeitig gibt es viel Grün - mit acht neuen Bäumen und mehr als 100 Sträuchern und Bodendeckern sowie einer begrünten Pergola, die den Raum einfasst und erlebbar macht. Darüber hinaus wurde die gesamte Fläche entsiegelt. Die Glascontainer wurden als sogenannte Unterflurcontainer „unter die Erde verbannt“. Es entstanden insgesamt 23 neue öffentliche Parkplätze und 9 neue Parkplätze, die für die Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Verfügung stehen.

Die Gesamtkosten dieser umfassenden Neugestaltung beliefen sich auf rund 591.000 Euro brutto, 315.000 Euro davon eine Förderung der Städtebauförderung.

Mit dem Rückbau der ehemaligen Schule entstand in Adelhausen die Chance, erstmals einen zentralen Dorfplatz zu schaffen. Die Planungen dazu erfolgten mit Bürgerbeteiligung.

Der nördliche Bereich dient der Erschließung und bietet Platz für Parkierung sowie lokale Feste. Im Süden entstand eine große Grünfläche mit Sitzbänken, Spiel- und Sportbereichen, darunter ein Spielhügel, Beachvolleyballfeld und Freizeitwiese. Neue Bäume und Begrünung steigern die Aufenthaltsqualität.

Die Gesamtkosten betrugen 436.000 Euro, davon 307.000 Euro Baukosten. Das Land Baden-Württemberg förderte das Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) mit knapp 147.000 Euro.

Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 wurde der ursprüngliche Rheinufer-Rundweg beider Rheinfelden zwischen 2017 und 2023 auf die benachbarten Gemeinden ausgedehnt und so zum Rheinuferrundweg extended. Mit gezielten uferbezogenen Maßnahmen wie zum Beispiel Sitz- und Spielmöglichkeiten, Aussichtsplattformen, einer Kanustation und neuen Schifffahrtsanlegestellen, wurde der Uferbereich der beteiligten Gemeinden aufgewertet und die bestehenden Wegeverbindungen wurden ausgebaut. An dem Projekt beteiligen sich neben den beiden Rheinfelden auf deutscher Seite die Städte Grenzach-Wyhlen, Wehr, Bad Säckingen und Schwörstadt sowie auf Schweizer Seite Stein, Mumpf, Möhlin und Wallbach.

Tipp: Die Wanderkarte Rheinuferrundweg Hochrhein zeigt nicht nur den Rheinuferrundweg extended von Kaiseraugst / Augst Wyhlen bis Stein/ Säckingen, sondern auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und "Perlen" in Fußdistanz dazu.

Sukzession und naturnah gestalteter Freiraum – mit der Karl-Metzgergrube entsteht in Rheinfelden (Baden) eine innenstadtnahe Grünfläche neuen Typs.

Nach der (fast) vollständigen Wiederverfüllung im Jahr 2012 entwickelt sich die ehemalige Kiesgrube von einer öden „Mondlandschaft“ zu einem generationsübergreifenden Ort der Begegnung. Von Beginn an wirkten dabei die Bürger mit.

Das Projekt wurde mit dem Husqvarna Förderpreis 2016 durch die Stiftung DIE GRÜNE STADT für das innovative Vorgehen ausgezeichnet.

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