Kuhne, Amrei
Klimaanpassungsmanagment
60 Stadtbauamt, 604 Stabsstelle Klima +1 Weitere
Klimaanpassung beschreibt die Resilienz, also die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels, zum Beispiel durch Hitze- oder Hochwasserschutz.
Die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung sind auch auf lokaler Ebene bereits spürbar: Seit 1990 hat sich die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius nahezu verdoppelt. Prognosen zufolge wird die Häufigkeit von Hitzetagen und Starkregenereignissen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind daher auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel von Bedeutung.
Rheinfelden (Baden) hat bereits wichtige Schritte unternommen, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Grundlage dafür sind die Stadtklimaanalyse aus dem Jahr 2020 und der Beitritt zur EU-Mission „Anpassung an den Klimawandel“. Gemeinsam mit dem Klimabeirat und externen Fachleuten wurden erste Maßnahmen entwickelt und bereits umgesetzt.
Bis Mitte 2028 entsteht ein Klimaanpassungskonzept, das auf diesen Maßnahmen aufbaut und um weitere ergänzt. Die Erarbeitung wird seit Juni 2026 von zwei Mitarbeitenden im Klimaanpassungsmanagement geleitet .
Ein Klimaanpassungskonzept für den Landkreis Lörrach besteht seit 2021 und kann hier eingesehen werden.
Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Titel: ANK-DAS-A1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für die Stadt Rheinfelden (Baden)
Laufzeit: 01.06.2026 – 31.05.2028
Partner:
Förderkennzeichen: 67DAAN2051
Förderrichtlinie: Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)
Förderschwerpunkt: A.1 Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)
Ziele: Ziel ist die Entwicklung eines integrierten und nachhaltigen Klimaanpassungsmanagements. Dabei werden die Auswirkungen des Klimawandels auf Rheinfelden (Baden) systematisch analysiert und die wichtigsten Handlungsfelder ermittelt. Gemeinsam mit verschiedenen Fachbereichen werden passende Maßnahmen entwickelt und in einem Klimaanpassungskonzept festgehalten. Auch die Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen sowie regionale Auswirkungen des Klimawandels werden dabei berücksichtigt.
Inhalt: Bestandsaufnahme, Betroffenheitsanalyse, Aufnahme der Hotspots, Gesamtstrategie, Akteur:innenbeteiligung, Maßnahmenkatalog, Verstetigungsstrategie, Controlling-Konzept, Kommunikationsstrategie
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel lokal in Rheinfelden (Baden)? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, hat die Stadt Rheinfelden (Baden) im Jahr 2020 eine Stadtklimaanalyse in Auftrag gegeben.
Die Analyse wirft neben der Beschreibung der historischen und aktuellen Klimalage auch einen Blick auf die in den nächsten Jahrzehnten zu erwartenden Klimaveränderungen und deren möglichen Folgen für Tourismus, Landwirtschaft, Industrie und weitere Sektoren in der Stadt. Unter anderem benennt der Bericht die klimatologischen Auswirkungen der Erderwärmung auf die Anzahl von Sommertagen mit mehr als 30 Grad Celsius und auf die Verschiebung von Niederschlägen vom Sommer in den Winter.
Tipp: Das „Lokale Klimaportal“ der Universität Freiburg zeigt überdies für alle Gemeinden Baden-Württembergs anschaulich auf, mit welchen Klimafolgen zu rechnen sind. Über die interaktive Karte kann auch ein Klimasteckbrief für Rheinfelden (Baden) mit Kennzahlen zur Entwicklung der Jahrestemperatur, Hitzebelastung, Sommer- und Winterniederschlag, Starkregen und mehr eingesehen werden.
Die Stadtklimaanalyse zeigt unter anderem Handlungsstrategien für die Stadtplanung auf, um das Stadtklima zu erhalten und zu verbessern. Maßnahmen zur Optimierung der Durchlüftung, zum Beispiel durch neu geschaffene Grünzüge gehören ebenfalls dazu wie Maßnahmen zur Reduktion der Hitzeentwicklung, zum Beispiel durch die Entsiegelung von asphaltierten Flächen.
Ein wichtiger Baustein der lokalen Klimapolitik ist dabei eine klimagerechte Bauleitplanung.
Grünpflanzen sind ein Multitalent mit Klimaschutz- und Klimaanpassungsfunktion. Denn Pflanzen verdunsten Wasser, was sich kühlend auf die Umgebung auswirkt, und sie spenden gleichzeitig wertvollen Schatten. Darüber hinaus sind klimaangepasste Pflanzungen als Nahrungsquelle für Insekten von existentieller Bedeutung.
Ob Parkanlagen, Bäume oder Pflanzinseln am Straßenrand: Die städtische Grüninfrastruktur hilft im Klimawandel die Klimafolgen abzumildern. Dabei helfen auch hohe Wiesen - im Gegensatz zu kurzgeschorenem Rasen. Hohes Gras auf städtischen Grünflächen bedeutet also keinen Mangel an Pflege, sondern ist aus klimatischen Gründen und zur Erhöhung der Artenvielfalt so gewollt. Die Abteilung Stadtgrün und Umwelt ist zusammen mit der Stadtgärtnerei und den Technischen Diensten der Stadt Rheinfelden (Baden) auf dem Weg, das Stadtgrün umzubauen - für ein gesundes Stadtklima und eine hohe Lebensqualität für alle Rheinfelder Bürger:innen.
Darüber hinaus fördert die Stadt auch private >Begrünungsmaßnahmen. Sie bezuschusst die Umsetzung von Dach- und Fassadenbegrünungen, Flächenentsiegelungen mit anschließender Begrünung sowie Heckenpflanzungen.
Ein Pilotprojekt für ein angenehmeres Mikro-Klima auf einem hochversiegelten Platz war 2024 die Stadtoase auf dem Friedrichplatz. Für zwei Monate schafften Pflanzkübel, Verschattungen und Sprühnebel für angenehmere Temperaturen, gleichzeitig luden Liegestühle und eine Bar zum Verweilen ein.
Mit Unterstützung eines Förderprogramms des Landes wurden 2025 zwei öffentliche Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt (Rathausplatz und Friedrichplatz) installiert. Insbesondere bei extremer Hitze ist die öffentliche Zugänglichkeit von Wasser von großer Bedeutung.
Zudem beteiligen sich zahlreiche Rheinfelder Unternehmen an der bundesweiten >Refill-Aktion. Geschäfte mit einem Refill-Aufkleber (Wassertropfen) bieten kostenfreies Leitungswasser für jedes mitgebrachte Trinkgefäß an.
Extreme Hitze und andauernde Hitzeperioden können für die menschliche Gesundheit bedrohlich werden. Es ist daher wichtig, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen wie zum Beispiel:
Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf der Website des Gesundheitsamts Baden-Württemberg.
Lose Äste, umstürzende Bäume, herabfallende Ziegel und umherfliegende Gegenstände – bei einem Unwetter oder schweren Sturm sollte man sich nicht im Freien aufhalten. Besonders gefährdete Bereiche wie Wälder sollten vermieden werden (Lebensgefahr).
Versuchen Sie daher, Ihr Zuhause nur in Notfällen zu verlassen. Ebenso können Sie weitere Vorkehrungen in und um ihr Gebäude treffen wie zum Beispiel:
Auch Starkregen und Überschwemmungen treten durch den Klimawandel immer häufiger auf. Wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie hier.
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