Hauptquelle unseres Trinkwassers ist das Grundwasser, das auf Grund seiner zentralen Bedeutung systematisch überwacht wird. Und auch eine konsequente Vorsorge - etwa durch das Ausweisen von Wasserschutzgebieten - ist von großer Wichtigkeit.
Das Landratsamt Lörrach führt deshalb einmal im Herbst Bodenbeprobungen durch und die Stadtwerke Rheinfelden (Baden) lassen das Wasser gemäß Trinkwasser-Verordung vierteljährlich prüfen.
In Wasserschutzgebieten greift die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) und schreibt bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Rohwasser der öffentlichen Wasserversorgung vor.
Abhängig von den gemessenen Nitratkonzentrationen im Grundwasser und einem erkennbaren Trend werden die Wasserschutzgebiete in drei Kategorien eingestuft:
In den Problem- und Sanierungsgebieten gelten dabei - zusätzlich zu den allgemeinen Schutzbestimmungen - weitere besondere Auflagen.
In Rheinfelden (Baden) gibt es insgesamt vier Wasserschutzgebiete, von denen eines, das Wasserschutzgebiet WSG 025 zum 01. Januar 2025 in Teilen (Zone III A) neu bewertet und auf Grund eines anhaltenden Anstiegs an Nitratkonzentrationen vom Normalgebiet zum Problemgebiet hochgestuft wurde (gemäß Paragraf 5, SchALVO).
Der Teilbereich Zone III B bleibt hingegen per Allgemeinverfügung des Landratsamts Lörrach weiterhin Normalgebiet.
Die Einstufung zum Problemgebiet gemäß SchALVO ist eine rein präventive Schutzmaßnahme.
Das Rheinfelder Trinkwasser entspricht den strengen Vorgaben der Trinkwasser-Verordnung und kann weiterhin unbedenklich von jeder Bürgerin und jedem Bürger genutzt und getrunken werden.
Der Nitratgehalt im Trinkwassernetz der Stadt Rheinfelden (Baden) liegt derzeit bei 34 Milligramm Nitrat pro Liter.
Der Grenzwert nach der Trinkwasserverordnung TrinkwV liegt bei 50 Milligramm Nitrat pro Liter.
Die Maßnahmen sind klar in der SchALVO geregelt und können beim Landratsamt Lörrach nachgelesen werden.
Zur Seite des Landratsamt Lörrach
Das Landratsamt Lörrach zieht einmal jährlich Bodenproben und von den Stadtwerken Rheinfelden (Baden) wird vierteljährlich das Trinkwasser durch ein unabhängiges Untersuchungslabor gemäß TrinkwV untersucht.
Zusätzlich werden die landwirtschaftlichen Betriebe immer wieder durch das Landratsamt bezüglich des Nitratgehalts beim Düngen sensibilisiert.
Das Landratsamt Lörrach vermutet, dass - bedingt durch die trockene Jahreszeit im Frühjahr - die Pflanzen nicht alles Nitrat aufgenommen haben und sich dieses deshalb langsam in tiefere Bereiche abgesetzt hat. Durch die im Herbst stärkeren Regenereignisse wurde dann das Nitrat in die grundwasserführenden Schichten verstärkt abgeleitet. Diese Vermutung trifft auch bei anderen Wasserschutzgebieten zu. Die gleichen Wetterbedingungen waren auch in den beiden Vorjahren zu verzeichnen.
Eine detaillierte Analyse des Rheinfelder Trinkwassers stellt Naturenergie Netze für die drei Wie kann überwacht werden, dass die Nitratzufuhr in Form von Düngemitteln nicht über der Aufnahmemöglichkeit des Bodens und der Pflanzen liegt?Versogungsgebiete als Download zur Verfügung.
Zur Seite der Naturenergie Netze.
Das Unternehmen Naturenergie Netze übernimmt für die Stadtwerke Rheinfelden die technische Betriebsführung der Trinkwasserversorgung sowie unter anderem die Überwachung der Wasserqualität.
Zur Seite der Naturenergie Netze
Zu weiteren Fragen oder Informationen zu den Auflagen der Landbewirtschaftung gibt der Fachbereich Landwirtschaft und Naturschutz des Landratsamts Lörrach gerne Auskunft: