Freytag, Louisa
Klimaschutzmanagerin, Leitung Stabsstelle Klima
60 Stadtbauamt, 604 Stabsstelle Klima +1 Weitere
Die Stadt nachhaltig und gerecht für alle zu gestalten, ist eine der größten Aufgaben der Gegenwart und Zukunft.
Das Ziel bis 2040 eine lebenswerte treibhausgasneutrale Kommune zu sein, kann nur erreicht werden, wenn möglichst viele Rheinfelderinnen und Rheinfelder – sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Firmen - daran mitwirken. Daher setzt die Stadt auf eine breit angelegte Beteiligung.
Mit der Entwicklung eines neuen Klimaschutzkonzeptes, teilweise auch als "Masterplan Klimaschutz" bekannt, wird das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2012 fortgeschrieben.
Da Klimaschutz im Allgemeinen und konkret das neue Konzept die gesamte Stadt und Zivilgesellschaft betreffen, findet am 22. Juni, 18 Uhr, im Campus eine öffentliche Klimawerkstatt statt, bei der die wesentliche Maßnahmen und Inhalte gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet werden sollen.
Der Klimabeirat Rheinfelden wurde 2022 gegründet und ist seitdem in regelmäßigen Abständen aktiv. Der Klimabeirat ist ein Forum für die gemeinsame Diskussion und Entwicklung von Visionen, Zielen und Ideen für den Klimaschutz vor Ort.
Der Klimabeirat ist ein wichtiger Bestandteil der Rheinfeldener Klimapolitik. Der Klimawandel ist präsent, er trifft uns alle und auch die notwendigen Veränderungen angesichts des Klimawandels betreffen die Rheinfeldener Bevölkerung maßgeblich. Von daher ist Klimapolitik ohne Einbindung von Vereinen, Zivilgesellschaft oder Wirtschaft in Rheinfelden nicht denkbar.
Der Klimabeirat setzt sich zusammen aus Vertretern und Vertreterinnen der Wirtschaft, Vereinen und der Zivilgesellschaft sowie Mitgliedern der Stadtverwaltung. Insgesamt zählt der Klimabeirat 38 Mitglieder (Zivilgesellschaft: 13 Mitglieder, Wirtschaft: 8 Mitglieder, Vereine: 7 Mitglieder, Stadtverwaltung: 10 Mitglieder). Die Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft wurden im Anschluss an ein Bewerbungsverfahren, das 2022 durchgeführt wurde, unter allen Bewerbern und Bewerberinnen ausgelost.
Der Klimabeirat unterstützt Politik und Verwaltung in Rheinfelden bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung. Er überwacht den Fortschritt der Stadt auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität bis 2040 und gibt in beratender Funktion Empfehlungen ab.
In der ersten Arbeitsphase (2022 bis Mai 2023) erarbeitete der Klimabeirat Klimaschutz-Sofortmaßnahmen und begleitete anschließend die Umsetzung. 2025 nahm die Stadt das Thema der Klimaanpassung in den Fokus und führte hierzu im Oktober gemeinsam mit dem Klimabeirat einen Maßnahmenworkshop durch.
Im Jahr 2026 wird sich die Arbeit des Klimabeirats auf die Erstellung des Integrierten Vorreiterkonzepts „Masterplan Klimaschutz“ fokussieren. Dabei geht es insbesondere um die Mitwirkung an dem Maßnahmenkatalog, der die Maßnahmen zur Klimaneutralität 2040 aufzeigen soll, aber auch um ein langfristiges Controlling zur Überprüfung des Fortschritts und zur Umsetzung der Maßnahmen. Zudem soll im Jahr 2026 die Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes starten, womit sich der Klimabeirat voraussichtlich Ende 2026 und 2027 befassen wird. Hier geht es ebenfalls um das Mitwirken am Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Resilienz der Stadt gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, aber auch um die Beteiligung der Öffentlichkeit und eine Verstetigung von Klimaanpassung in allen Bereichen.
Nach Verabschiedung der Konzepte wird der Fokus der Verwaltung wiederrum auf der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen liegen, so dass der Klimabeirat nach Fertigstellung der Konzepte voraussichtlich stärker in die überprüfende und beratende Funktion gehen wird.
Da zwei Drittel der Treibhausgase in Rheinfelden (Baden) auf Industrie und Gewerbe zurückgehen, setzt die Stadt auf Kooperation und Vernetzung mit den größten Unternehmen im Rahmen eines jährlich stattfindenden Runden Tisch Energie.
Dreizehn der größten Unternehmen aus Rheinfelden (Baden) folgten erstmals 2024 der Einladung der Stadt zu diesem Runden Tisch Energie. Gemeinsam wurden aktuelle Themen wie beispielsweise Energie- und Ressourceneffizienz, die Nutzung industrieller Abwärme oder Perspektiven der Wasserstoffversorgung intensiv diskutiert.
Zum Abschluss der Veranstaltung unterzeichneten alle Beteiligten eine gemeinsame Absichtserklärung. Mit der Unterschrift bekräftigten die Unternehmen ihren Willen, die Stadt bei ihrem Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Weitere Unternehmen folgten an einem weiteren Infoabend.
Im Februar 2026 folgte der zweite Runde Tisch Energie, bei dem sich die Unternehmen mit der Stadt gemeinsam dazu austauschten, wie die unterzeichnete Absichtserklärung erreicht werden soll. Es wurden Maßnahmen von Energieautonomie bis Pendler-Mobilität diskutiert. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen mit in das neue Klimaschutzkonzept der Stadt ein.
Folgende Unternehmen haben die Absichtserklärung unterzeichnet:
Klimaschutzmanagerin, Leitung Stabsstelle Klima
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