„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frau Harsch jemanden aus dem Team für die Stelle gewinnen konnten“, betont Kulturamtsleiter Dario Rago im Rahmen eines Pressegesprächs. Durch ihre Erfahrung und ihr Wissen sei eine Fortsetzung der guten Arbeit in der Bibliothek gewährleistet.
Gleichzeitig dankte er der angehenden Ruheständlerin Andrea Strecker für ihre großen Verdienste um das Rheinfelder Bibliothekswesen – zunächst in der alten Stadtbücherei in der Müßmattstraße und später in den neuen Räumen im Erdgeschoss des Rathauses. Dass diese damals, kurz nach ihrem Arbeitsbeginn in Rheinfelden, entstehen konnten, findet Andrea Strecker heute noch klasse: „Wir hatten das Glück, dass 2007 die Sterne dafür günstig standen.“ Entsprechende Pläne hätten schon länger in der Schublade gelegen und konnten mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Eberhard Niethammer umgesetzt werden.
Der Umzug folgte im Herbst 2009 und über die Jahre konnten der Medienbestand und die Angebote nach und nach ausgebaut werden. Heute umfasst der Bestand rund 41.000 Medien. Jährlich besuchen knapp 110.000 Menschen die Bibliothek und die jährliche Ausleihe umfasst rund 123.000 Ausleihen, wovon mehr als 50 Prozent in den Bereich Kinder- und Jugendmedien fallen.
„Unser Anliegen war immer, etwas für Information und für Unterhaltung zu bieten“, erläutert die scheidende Bibliotheksleiterin. Der Schwerpunkt liege dabei schon immer auf der Leseförderung. Beispielhaft nennt sie hier den mehrsprachigen Vorlese-Adventskalender, den es seit 2010 gibt, sowie die Sommerleseaktion „Heiss auf Lesen“, an der die Stadtbibliothek seit 2015 erfolgreich teilnimmt.
Und auch allgemein zeige sich die große Bedeutung der Bibliothek Tag für Tag. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Kommunikation, aber auch des Entdeckens physischer Medien. Viele Angebote des Bibliotheksteams wie zum Beispiel der Konsolenspieletag oder „Abends in der Stadtbibliothek“ sind beliebt und teils schon nach wenigen Stunden ausgebucht.
Einen großen Dank spricht Andrea Strecker auch ihrem Team aus und betont: „Alleine hätte ich dies alles nie machen können.“ Ebenso dankt sie den vielen externen Partnern, mit denen die Stadtbibliothek regelmäßig bei verschiedenen Angeboten zusammenarbeitet.
Mit Blick auf den angehenden Ruhestand freut sie sich, die Bibliothek an ihre bisherige Stellvertreterin Kira Harsch und damit „in gute Hände“ übergeben zu können. Gleichzeitig kann sie sich noch nicht richtig vorstellen, wie es sein wird, selbst keinen Schlüssel mehr zu den Räumlichkeiten zu haben und sich an die Öffnungszeiten halten zu müssen.
Kira Harsch wiederum freut sich über das ihr geschenkte Vertrauen und möchte die Stadtbibliothek wie gewohnt weiterführen. Dabei schwebt ihr ein weiterer Ausbau als Ort der Begegnung und des Lernens vor und vor allem Kindern und Jugendlichen möchte sie einen noch besseren Zugang zu Medien ermöglichen.