Bei der offiziellen Übergabe an die Stadt dankte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt dem Spenderehepaar, Cornelia und Wilfried Haller, herzlich dafür, „dass sie sich des Kreuzes angenommen haben.“ Die Stadt sei darüber sehr dankbar. Zeugten historische Orte und insbesondere Friedhöfe doch von einer langen Ortsgeschichte und müssten erhalten werden. Ebenso lobte das Stadtoberhaupt die „empathische“ Restaurierung des historischen Hochkreuzes, die durch den Bildhauer und Steinmetz-Meister Matthias Hartmann vom Atelier Dinkelberg aus Minseln durchgeführt worden war.
In einem monatelangen Restaurierungsprozess hatte dieser das desolate Hochkreuz, das vermutlich 1874 entstanden ist, gereinigt, repariert und imprägniert. Dabei wurden unter anderem die Sandsteinteile mit Gewindestahlverdübelungen und Steinkleber gesichert, es wurden Löcher verschlossen und der Mittelschaft des Kreuzes mit Maintäler Sandstein ersetzt. Ebenso wurde das INRI-Schild aus den Überresten des alten Mittelschafts durch den Bildhauer neu angefertigt und die Jahreszahl am Sockel des Kreuzes durch Nachgravieren wieder sichtbarer gemacht.
Ein großes Dankeschön sprach im Namen des Stadtteilbeirats Warmbach auch dessen Sprecher Dieter Wild dem Spenderehepaar aus. Gleichzeitig warf er einen Blick in die Zukunft des ehemaligen Friedhofs, der 1975 außer Dienst gestellt und im Februar 2025 entwidmet worden war: Langfristig soll das Areal durch eine moderate Umgestaltung zu einer öffentlichen Grünanlage umgewandelt werden. In vier Bereichen sollen dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und gleichzeitig der Friedhofscharakter bewahrt werden.
„Wir freuen uns darauf“, betonte Dieter Wild und sicherte Patrick Pauli, Abteilungsleiter Stadtgründ und Umwelt und Leiter der Friedhofsverwaltung, die Mithilfe des Stadtteilbeirats Warmbach bei der Umsetzung zu.