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Nun soll das Projekt zunächst in den Fraktionen und der Haushaltsstrukturkommission beraten werden. Spätestens im Rahmen der Haushaltsberatungen im November und Dezember soll die Entscheidung fallen.
Die Diskussion um die neue Rollsportanlage beschäftigt die städtischen Gremien bereits seit mehreren Jahren. Nachdem die alte Skateanlage 2021 aus Sicherheitsgründen abgerissen worden war, hatte der Gemeinderat beschlossen, im Tutti Kiesi eine neue Anlage zu errichten. Die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel sind bislang mit einem Sperrvermerk versehen. Freigegeben wurden lediglich die Planungskosten.
Auch die Voraussetzungen für die Beantragung von Fördermitteln beim Badischen Sportbund wurden geschaffen. Wie vom Gemeinderat gefordert, wurde eine Vereinsstruktur geschaffen, indem sich die Interessengemeinschaft Skate (IG Skate) dem neu gegründeten Modul Rollsport der Sportgemeinschaft Rheinfelden angeschlossen hat.
Ob das Vorhaben umgesetzt werden kann, hängt vor allem von der Finanzierung ab. „An der Sinnhaftigkeit des Projektes gibt es keine Zweifel“, betonte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Angesichts der schwierigen Haushaltslage müsse jedoch geklärt werden, wie die Stadt den nach einer möglichen Förderung verbleibenden Betrag von knapp 600.000 Euro finanzieren könne. „Die Frage ist, was streichen wir dann?“, so Eberhardt.
Der Ausschuss sprach sich mehrheitlich dagegen aus, die Anlage durch Umplanungen oder Kürzungen zu verändern. Eine Entscheidung soll auf Grundlage der aktuellen Entwürfe getroffen werden.
Für die Rollsportanlage machte sich in der Sitzung auch Almir Imeri, Vorsitzender des Jugendparlaments, stark. Sie schaffe nicht nur einen Mehrwert für Jugendliche, sondern sei auch ein Treffpunkt für Familien und ältere Menschen. Zudem ermögliche sie ein inklusives Angebot für Menschen im Rollstuhl. Imeri betonte die Bedeutung der Jugendbeteiligung: „Wir sprechen immer von Jugendbeteiligung. Wenn es dann mal Geld kostet, darf die Stadt nicht sagen, dass Jugendbeteiligung keine Priorität mehr hat.“