Elena Brugger erhält Sportverdienstmedaille der Stadt

Stadtnachricht

Erst zum zweiten Mal hat die Stadt ihre Sportverdienstmedaille verliehen. Nach Sabine Spitz im Jahr 2001 erhielt Anfang dieser Woche die bekannte und beliebte Ringerin Elena Brugger die hohe Auszeichnung.

Elena Brugger hält die Verdienstmedaille in der Hand und  bedankt sich bei den Gästen.
© Stadt Rheinfelden (Baden), Alle Rechte vorbehalten

Wie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt betonte, unterliegt die Verleihung der Sportverdienstmedaille strengen Kriterien. Dazu zählen eine Ausnahmestellung, Kontinuität und stetig herausragende Leistungen – verbunden mit einem örtlichen Verein und einem engen Bezug zur Stadt. Kriterien, die Elena Brugger, die ihre sportliche Heimat beim TuS Adelhausen hat, „in einem fast schon perfekten Maß erfüllt“.

Sportliche Karriere

Die Liste ihrer sportlichen Erfolge der vergangenen zehn Jahre und mehr ist lang. Dazu zählen regelmäßige Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie allein zehn deutsche Meistertitel. 2026 holte Elena Brugger Gold bei den Deutschen Meisterschaften und bei den United World Wrestling Open Bronze. 2025 wurde sie Militär-Weltmeisterin und vom Deutschen Ringer-Bund zur Ringerin des Jahres gekürt. Bei den Europa- und Weltmeisterschaften 2022 bis 2024 erreichte sie jeweils den dritten Platz. Bereits in jungen Jahren hatte sie bei Junioren- und U23-Europa- und Weltmeisterschaften verschiedene Medaillen gewonnen.

Persönliche Stärken

Neben den beeindruckenden sportlichen Erfolgen würdigte das Stadtoberhaupt insbesondere auch die Persönlichkeit von Elena Brugger, die aus seiner Sicht wesentlich zu ihrer sportlichen Stärke beiträgt. Dabei hob er ihre Heimatverbundenheit und ihre enge familiäre Bindung hervor. „Da ist die Familie, die Stabilität und Zuversicht gibt, der Verein, der kontinuierlich Talente fördert und Rückhalt bietet, und schlussendlich ihre Bodenständigkeit, durch die sie sich zu Hause wohlfühlt“, führte Eberhardt aus. Auch ihre herausragenden Leistungen in Schule und Studium hob er hervor.

„Es ist mir eine Ehre, diese Medaille verleihen zu dürfen, und ein persönliches Anliegen, für die weitere persönliche und vielleicht auch sportliche Zukunft alles Gute zu wünschen.“

Dankesworte

Sichtlich gerührt nahm Elena Brugger die Ehrung entgegen. Sie bedankte sich bei Freunden und Familie für die jahrelange Unterstützung, auch in schwierigen Zeiten. Angst vor der großen Leere nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere habe sie nicht, so Brugger. Seit ihrem Karriereende nach den Deutschen Meisterschaften im Juni habe sie es zunächst sehr genossen, ihre Zeit frei einteilen zu können. Gleichzeitig habe sie versucht, etwas von ihren Erfahrungen weiterzugeben – etwa mit einem Schnuppertraining für Mädchen bei ihrem Heimatverein oder einem Ringerturnier für Frauen. Mit einer bevorstehenden Weltreise erfüllt sie sich einen weiteren persönlichen Traum.

In geselliger und familiärer Runde klang der Abend im Dietschysaal aus.


Sportverdienstmedaille in Silber: Medaille liegt auf einem Samtkissen in einer Schachtel.
© Stadt Rheinfelden (Baden), Alle Rechte vorbehalten