Eine Zeitung mit der Überschrfit "Was gibt´s Neues?" und eine Brille und ein Stift
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Anliegen des Stadtteilbeirats Kernstadt

Aus den Gremien, Stadtnachricht Kernstadt

Wie lässt sich die Verkehrssicherheit in der Fußgängerzone verbessern? Wie kann die Innenstadt besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereitet werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, mit leerstehenden Geschäften umzugehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Stadtteilbeirat Kernstadt bei seiner jährlichen großen Sitzung unter der Leitung von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

„Unser Ziel ist eine attraktive Kernstadt, eine klimaangepasste Innenstadt sowie die Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Jugendlichen“, erklärte der Sprecher des Stadtteilbeirats, Jürgen Maulbetsch.

Verkehrssicherheit in der Fußgängerzone

Über die geplante Polleranlage und die damit verbundenen Verkehrsregelungen informierte Dominic Rago, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung. Die Poller werden werktags zwischen 6 und 10 Uhr abgesenkt. An Wochenmarkttagen, in der Regel dienstags und samstags, gilt eine verkürzte Zeit von 6 bis 8 Uhr. Berechtigte erhalten eine entsprechende Zufahrtsgenehmigung.

Für den Verkehr ist eine Einbahnregelung vorgesehen: Die Zufahrt erfolgt über die Kronenstraße beim Hiebermarkt, die Ausfahrt über den Oberrheinplatz in die Nollingerstraße Richtung Norden. Radfahren bleibt weiterhin erlaubt – auch entgegen der Einbahnrichtung. E-Scooter dürfen die Fußgängerzone hingegen nicht befahren. Gerade diese Einschränkung stieß im Stadtteilbeirat auf große Zustimmung.

Rago wies darauf hin, dass bereits heute regelmäßige Kontrollen stattfinden. Die Polleranlage soll ab dem 23. November und damit noch vor dem Weihnachtsmarkt in Betrieb gehen.

Hitzeaktionsplan 

Wie die Innenstadt besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereitet werden kann, erläuterte Marcel Maier. Er und seine Kollegin Amrei Kuhne arbeiten seit Herbst bei der Stadt an einem Klimaanpassungskonzept. Ein erster Schwerpunkt ist die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans. Dieser soll kurzfristige Maßnahmen bündeln, um die Bevölkerung an besonders heißen Tagen besser zu schützen.

In der anschließenden Diskussion ging es auch um die Möglichkeiten, die Innenstadt stärker zu begrünen. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt machte dabei deutlich, dass die Umsetzung nicht immer so einfach sei, wie es zunächst scheine. So könne man beispielsweise nicht ohne Weiteres Bäume in der Fußgängerzone pflanzen. „In diesem Bereich liegen ganz viele Leitungen“, erläuterte er.

Aufenthaltsqualität in der Innenstadt

Auch die Entwicklung der Innenstadt und der Leerstand in den Geschäftslagen waren Thema. Die ursprünglich vorgesehene großzügige Umgestaltung der Kapuzinerstraße lässt sich vorerst nicht umsetzen. Die Stadt konnte die dafür erforderlichen Grundstücke nicht erwerben, da die Preisvorstellungen der Eigentümer und der Stadt zu weit auseinanderlagen. Die Verwaltung prüft deshalb, wie sich die Aufenthaltsqualität durch kleinere Maßnahmen verbessern lässt.

Über die aktuelle Situation beim Leerstand informierten Wirtschaftsförderer Michael Meyer und die neue Citymanagerin Sara Gempp. Die Leerstandsquote liege derzeit bei rund fünf Prozent. Die Stadt stehe im regelmäßigen Austausch mit den Eigentümern und unterstütze bei der Vermittlung geeigneter Interessenten. Allerdings ließen sich nicht immer alle Vorstellungen und Wünsche miteinander vereinbaren.

Um leerstehende Schaufenster bis zu einer Neuvermietung ansprechender zu gestalten, stellte Sara Gempp verschiedene Ideen vor. Denkbar seien beispielsweise temporäre Schaufensternutzungen durch Unternehmen, die außerhalb der Innenstadt ansässig sind, kreative Gestaltungen durch Gastronomiebetriebe oder sogenannte Pop-up-Stores. Nun gilt es, die jeweiligen Eigentümer für solche Zwischennutzungen zu gewinnen.

Angeregter Austausch

Neben den Informationen aus der Verwaltung brachten die Mitglieder des Stadtteilbeirats auch eigene Fragen und Anregungen ein. Die Sitzung bot damit Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und Ideen für die weitere Gestaltung einer attraktiven und lebendigen Kernstadt auszutauschen.