Die Kapelle Maria Schnee liegt am Rand des Hertener Friedhofs und gehört zur römisch-katholischen Kirchengemeinde Rheinfelden. Sie steht unter dem Patrozinium Unserer Lieben Frau vom Schnee.

Der Schlussstein über der Eingangstür zeigt für ihre Erbauung die Jahreszahl 1715. Urkundlich belegt ist ihre Weihe durch den Konstanzer Weihbischof Franz Johann Anton von Sirgenstein am 1. August 1738. Ein Architekt ist nicht überliefert. Die Kapelle soll aufgrund eines Gelübdes der Einwohner von Herten anlässlich einer „grassierenden Viehseuche“ errichtet worden sein.

Nach einer Legende soll eine Ursprungskapelle an derselben Stelle auf das Gelübde eines Ritters aus der Familie derer von Hertenberg zurückgehen, deren Burg als Ruine Hertenberg erhalten ist. Er gelobte während seiner Rückreise von Jerusalem im zweiten Kreuzzug in einer Notsituation ihre Errichtung. Gemäß einer weiteren Legende wurde die Kapelle während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und später Dank eines jungen Dorfmädchens wieder aufgebaut. 

In ihrem Innenraum befindet sich ein von Dominik Weber (1819-1887) gemalter Totentanz, der nachweislich eine Kopie des im Zweiten Weltkrieg verloren gegangenen Freiburger Totentanzes darstellt.