Projekte Tiefbau

Neubau des Rheinstegs

Der Rheinsteg beim alten Wasserkraftwerk verband bis zum Jahr 2011 die beiden Rheinfelden miteinander. Seit seinem Abriss wird beiderseits des Rheins ein Neubau diskutiert.

Aktueller Stand der Projekts

Nachdem die erste Ausschreibung im Jahr 2018 auf Grund enttäuschender Ergebnisse (das günstigste Angebot lag rund vier Millionen Euro (netto) über der Kostenberechnung des Ingenieurbüros Miebach) aufgehoben worden war, bekannte sich der Gemeinderat auf deutscher Seite am 11. April mit einer deutlichen Mehrheit von 21 zu neun Stimmen bei einer Enthaltung zu dem Projekt und stimmte einer Aufstockung der städtischen Anteilsfinanzierung auf insgesamt rund 2,5 Millionen Euro zu.

Auf Schweizer Seite votierten in der Gemeindeversammlung am 19. Juni 222 Stimmbürger für eine Aufstockung der Mittel (Zusatzkredit von 3,2 Millionen Franken) und damit für eine Realisierung und 181 Bürger dagegen (insgesamt waren 7.500 Bürger stimmberechtigt).

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, sprachen sich die Grün-Liberale Partei und die Schweizer Volkspartei für die Durchführung eines Referendums aus. Bis Ende Juli hatten die Organisatoren Zeit, 800 Unterschriften für ein Referendum zu sammeln. Nach aktuellem Stand wurden 1.153 Unterschriften gesammelt. Bis 5. August werden diese  nun auf ihre Gültigkeit überprüft. Ein mögliches Referendum könnte am 20. Oktober durchgeführt werden.

Hintergrund des Projekts

Bis zum Jahr 2011 war der Rheinsteg beim alten Wasserkraftwerk eine beliebte und gut genutzte Möglichkeit, zwischen den beiden Städten Rheinfelden (Aargau) und Rheinfelden (Baden) den Rhein zu überqueren.

Er stellte, neben der alten Rheinbrücke, eine weitere, verkehrstechnisch günstige Anbindung für Fußgänger und Radfahrer im Norden der beiden Stadtzentren her.

Deshalb wurde der Abriss des Rheinsteges im Jahr 2011 in weiten Teilen der Öffentlichkeit beiderseits des Rheins als ein Verlust wahrgenommen und schnell die Forderung nach einem neuen Rheinsteg formuliert.

Über das neue Wasserkraftwerk gibt es zwar eine neue Anbindung zwischen den beiden Städten - diese findet aber nicht die Akzeptanz des alten Rheinstegs.

Blick vom Eisensteg auf das alte Kraftwerk
Der alte Rheinsteg verband bis 2011 die beiden Rheinfelden miteinander. 

Argumente für einen Neubau

Der neue Rheinsteg ist ein wichtiges Projekt für die Entwicklung beider Rheinfelden. Er schafft eine weitere Verknüpfung zwischen den beiden Schwesterstädten und verbessert die Verbindungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer.

Der Steg setzt ein sichtbares Zeichen für das gute Zusammenleben der Menschen in beiden Rheinfelden und hat auch positive Strahlkraft in die Region. Dem Steg kommt eine sehr wichtige Rolle im Freizeit- und Tourismusbereich sowie im Bereich der Naherholung zu. Verbindet er doch das deutsche und schweizerische Wanderwege- und Radwegenetz miteinander.

Mit einem Steg-Neubau besteht weiterhin die Möglichkeit, die gemeinsame blau-grüne Stadtmitte zu stärken und den grenzüberschreitenden Rheinufer-Rundweg wieder barrierefrei zu gestalten.

Zudem bietet ein neuer Steg vielen deutschen Beschäftigten und Besuchern
der Gesundheits- und Reha-Einrichtungen in Rheinfelden (Aargau) eine ideale Fußgänger- und Radverbindung, wodurch Fahrten mit dem PKW vermieden und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.

Die Projektgegner argumentieren hauptsächlich, dass der Bau eines Rheinstegs
nicht notwendig sei, da genügend Wegbeziehungen zwischen beiden Rheinfelden vorhanden oder andere Projekte dringlicher seien.

Etappen der Entwicklung

Nach den entsprechenden Beschlüssen der jeweiligen politischen Gremien, führten die beiden Rheinfelden Anfang 2015 gemeinsam einen Projektwettbewerb für den Neubau eines Rheinstegs für Fußgänger und Radfahrer unweit des alten Standortes durch. Eine mit Politikern und Fachleuten besetzte Jury wählte schließlich aus mehr als 50 internationalen Bewerbungen die Arbeit des Büro IB-Miebach aus: Eine Hängebrücke mit zwei symmetrisch an den gegenüberliegenden Ufern angeordneten Pylonen.

Ein 2015 initiierter Bürgerentscheid gegen den Neubau eines Rheinstegs scheiterte am erforderlichen Quorum. Deshalb bekräftigten die politischen Gremien auf beiden Seiten des Rheins, die Umsetzung des Siegerentwurfs weiterzuverfolgen.

Nachdem die erste Ausschreibung im Jahr 2018 auf Grund enttäuschender Ergebnisse (das günstigste Angebot lag rund vier Millionen Euro (netto) über der Kostenberechnung des Ingenieurbüros Miebach) aufgehoben wurde, entschied der Gemeinderat am 11. April die Mehrkosten auf deutscher Seite zu tragen.

Die Schweizer Gemeindeversammlung sprach sich am 19. Juni mit 222 zu 181 Stimmen für eine Aufstockung der Mittel (Zusatzkredit von 3,2 Millionen Franken) und damit für eine Realisierung des Rheinstegs aus. Zwei Parteien streben jedoch ein Referendum an, für das sie bis zum 29. Juli Unterschriften sammeln werden.

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