Ein Zeichen für den Klimaschutz

Nahwärmenetz

Die Stadt möchte ihr 2015 ins Leben gerufene Nahwärmenetz massiv ausbauen und damit auch ein klares Zeichen für den Klimaschutz setzen. Sie baut dabei auf die Zusammenarbeit mit der Industrie – Stichwort „Abwärmenutzung“.

Aktueller Stand

Die bisherigen Entwicklungen des Wärmenetzes Rheinfelden Nord, das 2015 startete, sind mehr als zufriedenstellend. Bereits im dritten Jahr konnten schwarze Zahlen geschrieben werden. Bis 2018 wurden zehn Gebäude an das Wärmenetz angeschlossen: Dazu gehören das Bürgerheim, das Hallenbad, die Realschule, der Campus, die Schiller-, Goethe- und Eichendorffschule sowie das private Pflegeheim „Haus am Park“, der St. Anna Kindergarten und die Gewerbeschule des Landkreises. Das Georg-Büchner-Gymnasium folgt noch im weiteren Verlauf des Jahres 2018.

Weiterer Ausbau Richtung Westen

Zur Verknüpfung der Abwärmequelle bei Evonik mit dem bestehenden Netz ist eine Leitungsführung im Bereich der Friedrich-, Karl-Fürstenberg- und der Müßmattstraße geplant. Entlang dieser Strecke besteht ein großes Potential zur Anbindung privater Gebäude. Gleichzeitig schafft diese Leitungsführung die Voraussetzung für den Ausbau des Netzes Richtung Westen, über das Rathaus bis hin zum Freibad.

Industrielle Abwärme

Eine erste Potenzialanalyse zeigt, dass die industrielle Abwärme des Industriebetriebes Evonik ausreichen würde, um die gesamte Stadt mit Energie zu versorgen. Gelingt die Einspeisung der Abwärme, wäre das für die Stadt ein großer Schritt in Sachen Klimaschutz. Nach ersten Kalkulationen beträgt das Abwärmepotenzial 20 bis 50 Gigawattstunden pro Jahr. Könnte diese Wärme anstelle der aus Erdgaskesseln genutzt werden, würde die Stadtverwaltung CO2-Emissionen in Höhe von 5.300 Tonnen pro Jahr einsparen. Dies entspricht dem CO2-Ausstoß von 3.000 Autos. Damit würde das Rheinfelder Nahwärmenetz zu einem der größten Klimaschutzprojekte im Landkreis Lörrach werden.

Quartierskonzepte

Da für die Wirtschaftlichkeit eines solchen Wärmenetzes die „private Anschlussquote“ von entscheidender Bedeutung ist, will die Stadt über die Durchführung von Quartierskonzepten ein entsprechendes Beratungsangebot aufbauen. Bereits im Juni/Juli soll in einem ersten Schritt ein Quartierskonzept für den Bereich Friedrich-, Karl-Fürstenberg-Straße bis hin zum Bereich der Nollinger Straße initiiert werden.