Städtische Nachricht

Entsorgung Erdmaterial FSV
Gemeinderat 22. Oktober


Einer entsprechenden überplanmäßigen Ausgabe stimmte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme und sieben Enthaltungen in seiner Sitzung am 22. Oktober zu, nicht aber ohne eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle zu fordern. Dies versprach Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Er stimmte dem Antrag nach einem „Akteneinsichtsausschuss“, den Heiner Lohmann im Namen aller Fraktionen stellte, vorbehaltlos zu. Eine entsprechende interne Untersuchung wurde seitens der Verwaltung bereits in die Wege geleitet, wie das Stadtoberhaupt informierte.

Fehlende Baustellenkontrolle

Bereits im Februar hatte der Gemeinderat 100.000 Euro als überplanmäßige Ausgabe für die Entsorgung des Erdmaterials genehmigt. Damals ging man von rund 1.500 Tonnen aus. Im Zuge der Maßnahme stellte sich heraus, dass sowohl die Kubatur als auch die Zusammensetzung des abzutragenden "Hügels" falsch eingeschätzt worden war. Statt der geschätzten 1.500 Tonnen belief sich die Gesamtmasse auf 3.500 Tonnen.

Zu dieser ersten Fehleinschätzung kam im weiteren Verlauf hinzu, dass sich unter dem Hügel noch eine verfüllte Mulde befand, deren Material von der Baufirma ebenfalls abtransportiert wurde. So dass schlussendlich 5.836 Tonnen Material entsorgt wurden.

„Wir sind im Gespräch mit dem FSV wegen einer entsprechenden Kostenaufteilung“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt den anwesenden Stadträten. Die Frage, warum es keine entsprechende Baustellenkontrolle oder einen Baustellenstopp gab, soll nun geklärt werden.