Städtische Nachricht

Tigermücke breitet sich aus

Gemeinderat am 16. Mai 2024

Tigermücke

Besonders aufmerksam sollten dabei Gartenbesitzer sein und alle potentiellen Brutstätten beseitigen oder sanieren. Die Tigermücke – die ursprünglich aus Südostasien stammt – brütet bevorzugt in allen Wasseransammlungen, die nicht innerhalb von fünf Tagen vollständig austrocknen. Beliebte Brutstätten sind Regentonnen, Eimer, Gießkannen, Blumentöpfe, Untersetzer, Wasserschalen, Vogeltränken, wassergefüllte Schirmständer, Gullys und Autoreifen. Dabei klebt die Mücke ihre Eier, die auch Trockenheit und Kälte überstehen, in das Gefäß.

Gegenmaßnahmen

Gartenbesitzer sollten daher Gießkannen, Eimer und Blumenkübel gründlich reinigen und dann umdrehen oder so lagern, dass sich kein Regenwasser ansammeln kann. Regentonnen, Schirmständer oder Gullys können mit Bti-Tabletten – einem von Dr. Becker entwickelten biologischen Wirkstoff auf Basis des natürlichen Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis israelensis – behandelt und anschließend mit einem festverschließenden Deckel oder Moskitonetz abgedeckt werden.

"One Health"- Prinzip

Die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke, die in gebrauchten Autoreifen über den Seeweg nach Europa gelangte und sich durch verschiedene Fahrzeuge innerhalb des Kontinents verbreitete, erfolge – so der Experte – nach dem „One Health“-Prinzip: Biologische Bekämpfung unterstützt durch physikalische Bekämpfung mit maßgeblicher Beteiligung der Bevölkerung.

Besonders bei letzterer appelliert Becker: „Sie müssen von Beobachtern zu Akteuren werden!“ Denn auch das Erkennen der Asiatischen Tigermücke –die Mücke ist auch tagsüber aktiv – und melden ist ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfungsstrategie. Ein weiterer Baustein dieser setzt auf natürliche Fressfeinde – spezielle Kleinkrebse – sowie das Züchten steriler Männchen.

Hotspots in Rheinfelden

In Rheinfelden gibt es derzeit zwei Hotspots in Herten (circa 13 Quadratmeter) und in der Kernstadt im Bereich der Teich- und Kaminfegerstraße (circa 12 Quadratmeter). Außerhalb dieser Gebiete sind circa 80 weitere Hektar befallen. Deshalb wird das Monitoring stadtweit durch etwa 130 Eiablagefallen – schwarze Plastikbehälter mit Aufkleber, gefüllt mit Wasser und einem Holzstäbchen mit rauer Oberfläche – erweitert.  Bürgerinnen und Bürger werden unter anderem durch Flyer und Hausbesuche zum Thema informiert. Auch kostenlose Bti-Tabletten werden bei einem Befall zur Verfügung gestellt. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt.

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