Städtische Nachricht

Zehnjahresplan Forst

Gemeinderat 25. April 2024

Einstimmig wurden die Planungsvorschläge – unter anderem mit einem verringerten Hiebsatz und gleichbleibenden Umbautätigkeiten- für die kommenden zehn Jahre (bis Ende 2033) vom Gemeinderat verabschiedet.

Waldumbau kostet

Insgesamt verfügt die Stadt über 1.308 Hektar Waldfläche. Tendenz leicht steigend, da für eine bessere Bewirtschaftung immer wieder kleinere Flächen angekauft werden. Mit 51 Prozent ist die Buche die dominierende Baumart, die Fichte verliert weiter an Boden. Auf den Fichtenflächen werden meist Eichen- oder Buntlaubholz-Bestände gepflanzt.

Sowohl die klimawandelbedingten Umbautätigkeiten als auch die Investition in die Jungbestände – 2023 wurden fast 230.000 Bäume gepflanzt – kosten viel Geld und sind ausschlaggebende Gründe für das jährliche Defizit. Die Holznutzung lag in den vergangenen Jahren über dem eigentlich festgesetzten Hiebsatz, bedingt durch die schadensbedingte Nutzung von Sturmholz oder kranken Bäumen (Stichwort Borkenkäfer).

Verringerter Hiebsatz

Für die kommenden zehn Jahre soll der Hiebsatz von aktuell 89.000 Festmetern auf 82.000 Festmeter abgesenkt werden. Der Waldumbau und die Investitionen in den Jungbestand seien – so die Experten – alternativlos.

In der Diskussion machten die Fraktionen deutlich, dass es sich hierbei um Investitionen für zukünftige Generationen handle. Der Wald erfülle viele Funktionen, die sich nicht mit Euros legen ließen (Stichwort Naherholung).

Angesichts der intensiven Beratungen und des kontinuierlichen Austausches zwischen Forst und Verwaltung, einigte sich das Gremium mehrheitlich darauf, die von der SPD geforderte Arbeitsgruppe Wald nicht als dauerhaftes Gremium einzurichten, sondern dass ein einmaliges Treffen ausreichend sei.