Städtische Nachricht

Kita-Info-App


Unterschiedliche Nutzung

Die zwischenzeitlich erfolgte Analyse hat gezeigt, dass die App von den städtischen Einrichtungen in unterschiedlichem Maße – gerade im Hinblick auf die interne Kommunikation – genutzt wird. In einem erneuten Schreiben informierte die Stadt nun die Eltern über die von der Datenpanne möglicherweise betroffenen Datenkategorien und über mögliche Folgen.

An dem grundsätzlichen Einsatz der Kita-Info-App als kurzer Kommunikationsweg zwischen Einrichtung und Eltern möchte die Verwaltung festhalten. Gleichwohl will sie für die interne Kommunikation alternative Kommunikationswege prüfen.

Datenkategorien

Betroffen sind von der Datenpanne des Kita-Info-App Anbieters Stay Informed je nach Einrichtung unterschiedliche Datenkategorien. In den meisten Fällen handelt es sich bei den betroffenen PDF-Dateien um Infobriefe, Dienstpläne, Rundschreiben des Elternbeirates oder des Fördervereins. Auch Bilder von Ausflügen oder aus dem Kita-Alltag – gemäß der jeweiligen Einverständniserklärung und ohne Namensnennung - wurden den Eltern über die App zur Verfügung gestellt.

Da die App von einigen Einrichtungen auch für die interne Kommunikation genutzt wurde, könnten in Einzelfällen auch pädagogische Beurteilungen – ohne volle Namensnennung – von der Datenpanne betroffen sein, ebenso die Selbstporträts, mit denen sich neue Mitarbeitende bei den Eltern vorgestellt haben.

Mögliche Folgen

Bei der Einschätzung, welche Folgen sich aus der Datenpanne des Anbieters im schlimmsten Fall für die Betroffenen ergeben, hat sich die Verwaltung eng mit ihrem externen Datenschutzbeauftragten der Firma Komm.ONE abgestimmt. Grundlage für die Beurteilung sei dabei immer, so die Datenschutzexperten, das Worst-Case-Szenario.

So können je nach Datenkategorie im schlimmsten Fall – einen Fremdzugriff auf die Daten sowie die aufwendige Verknüpfung von Daten vorausgesetzt – ein Missbrauch der Bilder, ein Identitätsdiebstahl, Diskriminierung, Rufschädigung oder eine unerwünschte Kontaktaufnahme nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund bittet die Verwaltung alle Betroffenen um erhöhte Wachsamkeit. Für individuelle Fragen stehen die jeweiligen Kita-Leitungen gerne zur Verfügung.

Kurzer Kommunikationsweg

Auch wenn die Datenpanne gezeigt habe, dass man die interne Nutzung der Kita-Info-App prüfen müsse, steht für das Fachamt die grundsätzliche Nutzung der App nicht in Frage. „Die Kita-Info-App erleichtert die Kommunikation mit den Eltern und Mitgliedern der Elternbeiräte und Fördervereine erheblich und hat in der Vergangenheit gute Dienste geleistet“, betont Amtsleiterin Susanne Maria Kraft.