Städtische Nachricht

Betriebsbericht der Kläranlagen

Abwasserzweckverband Rheinfelden - Schwörstadt

Dabei zeigte er zunächst die bisherigen Abwassermengen für das Jahr 2023 auf: So kamen in der Kläranlage Herten 3,1 Millionen Kubikmeter Abwasser zusammen und in der Kläranlage Schwörstadt rund 885 000. Den größten Anteil daran hat das Schmutzwasser (Herten: 67 Prozent; Schwörstadt: 49 Prozent), gefolgt von Regen- (Herten: 24 Prozent; Schwörstadt: 40 Prozent) und von Fremdwasser (Herten: 9 Prozent; Schwörstadt: 11 Prozent).

Stromverbrauch

Für die Klärung dieser Abwassermengen wurden in Herten gut 1,1 Millionen Kilowattstunden Strom benötigt und in Schwörstadt rund 376 000. Ein Teil davon konnte in beiden Anlagen durch die eigene Stromerzeugung mit einem Blockheizkraftwerk gedeckt werden (Herten: circa 523 000 Kilowattstunden; Schwörstadt: circa 121 000 Kilowattstunden). Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Eigenstromanteil damit zwar in beiden Kläranlagen leicht verbessert werden, in beiden Fällen lag der Anteil des extern bezogenen Stroms aber dennoch über dem Eigenstromanteil.

Klärschlamm

Klärschlamm fielen in Herten rund 2200 Tonnen und in Schwörstadt rund 380 Tonnen an. Dieser wird – wie Jürgen Nass erläuterte – in den Anlagen entwässert und über eine externe Firma entsorgt – seit dem vergangenen Jahr vermehrt in Biogasanlagen. Und auch die Phosphat-Grenzwerte konnten in beiden Kläranlagen eingehalten werden.

Betriebskosten

Insgesamt sind zudem die Betriebskosten für beide Anlagen auf Grund von Preissteigerungen bei Flockmitteln, der Klärschlamm-Entsorgung, bei Laborbedarf und Ersatzteilen gestiegen und werden zukünftig wohl knapp 10 000 Euro mehr kosten als bisher.

Ausblick

Gute Nachrichten hatte der Betriebsleiter indessen im Bereich „Personal“ und berichtete, dass das Team seit November wieder vollzählig sei. Mit Blick auf das kommende Jahr gab Jürgen Nass zudem einen kurzen Einblick in geplante Maßnahmen: So soll die Kläranlage Schwörstadt eine Überdachung der Schlammcontainer erhalten, was erhebliche Kosten bei der Entsorgung sparen werde. Eine Maßnahme, die 2025 auch in der Kläranlage Herten umgesetzt werden soll. Bereits im kommenden Jahr soll dort außerdem der Gasmotor des Blockheizkraftwerks erneuert werden.