Coronavirus

Hinweise des Kultusministeriums für Kitas und Schulen

Die Landesregierung hat am Freitag, 13. März, beschlossen, dass Schulen, Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege in Baden-Württemberg ab Dienstag, 17. März 2020, bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben.

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Coronavirus ist zum Schutz der Bevölkerung ein unverzügliches, entschlossenes Vorgehen notwendig, so eine Meldung auf der Webseite der Landesregierung. Es bedarf weitreichender Maßnahmen zu Kontaktreduzierungen, um eine unkontrollierte, schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern, damit die Behandlungskapazitäten weiter erhöht und weitere Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen ergriffen werden können.

Vor diesem Hintergrund ist die landesweite Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen eine erforderliche Maßnahme zur Verzögerung der Ausbreitung.

Die entsprechende Mitteilung des Kultusminiteriums finden Sie in der Rubrik "Schreiben des Kultusministeriums".

Das Kultusminsterium hat eine Seite mit häufigen Fragen und Antworten angelegt. Diese finden Sie hier >>>

Notfallbetreuung

Die Stadt Rheinfelden (Baden) bietet Eltern, die in den Bereichen der kritischen lnfrastruktur tätig sind, eine Notfallbetreuung an.

Weitere Details, eine Definition der kritischen Infrastruktur und Anmeldeformulare finden Sie hier.

Die Landesregierung hat am 28. März beschlossen, dass die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemkritischen Berufen arbeiten, auch in den Osterferien fortgesetzt wird.

Abiturprüfung


Wie Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann informiert, wird der Beginn aller zentralen schulischen Abschlussprüfungen auf die Zeit ab dem 18. Mai 2020 verlegt. Mit dem neuen Terminplan wird den betroffenen Schülerinnen und Schüler genügend Vorbereitungszeit auf die Prüfungen ermöglicht.

Die entsprechende Mitteilung des Kultusminiteriums finden Sie in der Rubrik "Schreiben des Kultusministeriums".

Aktuelle Hinweise für Kitas und Schulen


Schreiben vom 14. und 15.03.2020 - Hinweise zum Schulbetrieb


Das Kultusministerium informiert:
  • Mit Wirkung vom 17. März 2020 wird der Unterricht und jegliche schulische Veranstaltung bis einschließlich der Osterferien, also bis 19. April 2020, ausgesetzt.
  • Prüfungen, die in den Zeitraum der Schließung fallen, werden auf die Zeit nachden Osterferien verschoben. Dies gilt für die bislang auf 2. April terminierten Deutschprüfungen an den Beruflichen Gymnasien und an den Berufsoberschulen ebenso wie für einzelne Prüfungen des fachpraktischen Abiturs. Weitere Informationen folgen in den kommenden Wochen.
  • Alle ab 21. April terminierten Abschlussprüfungen finden planmäßig statt.
  • Schulleiterinnen und Schulleiter sowie im Vertretungsfall ihre Stellvertreter sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten bitte an den Schulen erreichbar.
  • Lehrkräfte und weitere, an der Schule tätige Personen, befinden sich grundsätzlich weiterhin im Dienst, der von zuhause zu verrichten ist, sofern in Absprache bzw. auf Anordnung der Schulleitung keine anderweitigen Regelungen getroffen werden.
  • Notfallbetreuung an den Schulen erstreckt sich auf den Zeitraum des Schulbe-triebs sowie einer ggf. ergänzenden Nachmittagsbetreuung. Die Einteilung der Kinderund des beaufsichtigenden Personals obliegt der Schulleitung.
  • Notbetreuung an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und Schulkindergärten: Sollte für einzelne Schülerinnen und Schüler eines SBBZ mit dem Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung oder geistige Entwicklung bzw. anderer SBBZ mit dem Bildungsgang geistige Entwicklung oder für Kinder eines Schulkindergartens aufgrund der Komplexität einer Behinderung, besonderer gesundheitlicher Risiken oder bereits bestehender besonderer Hygieneanforderungen - unabhängig davon, ob die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten im Bereich der kritischen lnfrastruktur arbeiten - die häusliche Betreuung nicht gesichert sein, soll auch für diese Kinder bzw. Schülerinnen und Schüler unabhängig von der besuchten Klassenstufe ein Angebot bereitgestellt werden. Hiervon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler der SBBZ mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache.

Schreiben vom 11.03.2020 - Schulanmeldungen


In seinem Schreiben vom 11. März bekräftigt das Kultusministerium noch einmal die bereits veröffentlichten Regelungen:
  • Personen, die sich aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, vermeiden – unabhängig von Symptomen –unnötige Kontakte und bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause. Dies gilt auch für "Pendler" aus Risikogebieten.
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einemRisikogebietzurückgekehrt ist, können weiter uneingeschränkt am Schul-bzw. Kita-Betrieb teilnehmen. Sofern bei der Kontaktperson eine COVID-19-Erkankung festgestellt wird, veranlasst das örtliche Gesundheitsamt umgehend weitere Schritte.
Darüber hinaus informiert das Kultusministerium zum Umgang mit Schulanmeldungen: Infolge von Schutzmaßnahmen, die einer Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken sollen, ist die persönliche Anmeldung an der Schule teilweise nicht möglich. In solchen Fällen sollten sich die Eltern telefonisch oder per E-Mail bei der Schule melden und den Sachverhalt mitteilen. Die persönliche Anmeldung wird dann, ohne Rechtsnachteile, zu einem späteren Termin ermöglicht.

Ist die Anmeldung wegen einer Schulschließung ausgeschlossen, sollte die „vorläufige“ Anmeldung fernmündlich oder per E-Mail ermöglicht werden.


Schreiben vom 10.03.2020 - Neubewertung der Risikogebiete


Das RKI hat am 10. März eine Neubewertung der COVID-19-Risikogebiete vorgenommen. Seit 10. März klassifiziert das RKI international ganz Italien sowie den ganzen Iran und nicht mehr nur einzelne Regionen in diesen beiden Staaten als Risikogebiete. Ergänzend empfiehlt das Ministerium, das Départment Haut-Rhin (im südlichen Elsass) wie ein Risikogebiet zu behandeln. Daher empfiehlt das Kultusministerium zusätzlich

  • Personen, die aus dem Département Haut-Rhin zur Schule oder Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, sollen entsprechend der Empfehlung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten zunächst für 14 Tage zu Hause zu bleiben.

Schreiben vom 06.03.2020 - Erweiterung der Risikogebiete auf Südtirol


Gestern am späten Abend (05.03.2020) hat das RKI die Liste der Risikogebiete auf die Autonome Provinz Bozen - Südtirol erweitert. Aufgrund dieser neuen Bewertung informiert das Kultusministerium alle Schulen und Kindergärten im Land über die nachfolgenden zusätzlichen Regelungen, die umgehend umzusetzen sind:
  • Alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, vermeiden - unabhängigvon Symptomen - unnötige Kontakte und bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause.

    Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen.
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.

    Sofern bei der Kontaktperson eine COVID-19-Erkankung festgestellt wird, veranlasst das örtliche Gesundheitsamt umgehend weitere Schritte.

Grundsätzliche Hinweise für Kitas und Schulen

Schreiben vom 28.02.2020


Gültig für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten.
  • Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am Coronarvirus Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- oder Kita-Betrieb teilnehmen.
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden - unabhängig von Symptomen - unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.
  • Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause.

    Diese Personen sind aufgefordert, sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen oder mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 Kontakt aufzunehmen.
  • Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt am Coronarvirus Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtliche Gesundheitsamt - unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

    Bei Verdacht: Kontakt zum Gesundheitsamt im Landratsamt unter 07621 4102101 aufnehmen.

Hinweise zum Umgang mit Schüleraustauschen, Studien- und Klassenfahrten

Schreiben vom 3.3.2020

  • Reisen in vom Robert Koch-Institut Berlin benannte Risikogebiete:
    Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete, die für den Zeitraum bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, sind von der Schulleitung abzusagen. Dies gilt gleichermaßen für Schulaustausche mit Schülerinnen und Schülern, die aus Risikogebieten kommen.

    lm Übrigen wird den Lehrkräften des Landes und allen anderen an Schulen Beschäftigten dringend empfohlen, auch keine privaten Reisen in Risikogebiete zu unternehmen.
  • Reisen in Nichtrisikogebiete im Ausland:
    Vor schulischen Reisen in Nichtrisikogebiete im Ausland ist eine Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden erforderlich. Wir empfehlen, dass Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche ins bzw. mit dem Ausland im Zweifelsfall, also dann, wenn keine positive Aussage des zuständigen Gesundheitsamtes zu der Durchführungder Veranstaltung vorliegt, ebenfalls von der Schulleitung abgesagt werden.
  • Reisen im lnland:
    Bei schulischen Reisen im lnland gibt es nach dezeitigem Stand keine Empfehlung, diese abzusagen.
Quelle: Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg