Wichtige Hinweise zur

Einreise / Reiserückkehr

Vom 8. November an gilt in Baden-Württemberg die neue Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne. Eine wesentliche Änderung: Der Quarantänezeitraum wird von 14 auf zehn Tage verkürzt. Die neue Verordnung berücksichtigt weiterhin verschiedene Ausnahmen von der Quarantänepflicht.

Eine sofortige Befreiung von der Quarantänepflicht mit Vorlage eines negativen Testergebnisses bei Einreise wird jedoch nicht mehr generell möglich sein. Neu ist hingegen die Möglichkeit, die Quarantänedauer mit der Vorlage eines negativen Testergebnisses zu verkürzen. Dabei darf der Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.

Die neue Verordnung berücksichtigt im Übrigen verschiedene Ausnahmen von der Quarantänepflicht:
  • Die bereits geschaffenen Erleichterungen für Grenzpendler und Grenzgänger, die täglich bzw. wöchentlich zum Zwecke der Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in oder aus einem Risikogebiet reisen, bleiben bestehen. Grenzpendler und Grenzgänger sind von der Quarantänepflicht damit weitestgehend ausgenommen. Wie bisher sind Einreisen ohne Quarantänepflicht nach Baden-Württemberg aus Grenzregionen (namentlich: in Österreich das Land Vorarlberg, im Fürstentum Liechtenstein das gesamte Staatsgebiet, in der Schweiz die Kantone Appenzell, Aargau, Basel, Basel-Landschaft, Jura, Schaffhausen, Solothurn, Sankt Gallen, Thurgau und Zürich, in Frankreich die Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin) für weniger als 24 Stunden allen Personen möglich, die in der Grenzregion ihren Wohnsitz haben. Wer aus Baden-Württemberg in ein Risikogebiet in der Grenzregion reist, kann dies ohne anschließende Absonderungspflicht und ohne besonderen Grund ebenfalls für weniger als 24 Stunden tun. Unabhängig davon sind mögliche einschränkende Regelungen zum Aufenthalt im Ausland zu beachten (wie aktuell die Ausgangssperre in Frankreich).
  • Neu eingeführt ist die Ausnahmeregelung zur Quarantänepflicht nach Aufenthalten im Risikogebiet oder bei Einreisen nach Baden-Württemberg von jeweils bis zu 72 Stunden, wenn in dieser Zeit unter anderem Verwandte ersten Grades besucht werden, es der Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dient oder eine dringende medizinische Behandlung notwendig ist.
  • Weiter sind bestimmte Einreisende von der Absonderungsverpflichtung ausgenommen, wenn sie einen Negativtest vorlegen können. Hiervon profitieren beispielsweise Ärzte und Pflegekräfte, Richter und Anwälte, Parlaments- und Regierungsmitarbeiter, Polizeivollzugsbeamte, aber auch Athleten, die an einem sportlichen Wettkampf teilnehmen. Negativtests können nun auch in französischer Sprache vorgelegt werden.
  • Mit besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Belange sind mit Vorlage eines Negativtests auch Personen von der Quarantänepflicht befreit, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar unter anderem beruflich veranlasst in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Land Baden-Württemberg einreisen.
  • Von der Quarantänepflicht sind unter Beachtung zusätzlicher Vorschriften auch die Saisonarbeiter ausgenommen, sofern sie ihre Arbeit für mindestens drei Wochen in Baden-Württemberg aufnehmen.

Erfolgt die Einreise aus einem Risikogebiet, so muss auf Verlangen der Ausnahmetatbestand von der Quarantänepflicht glaubhaft versichert werden. Für bestimmte Ausnahmen sind Bescheinigungen vorgesehen, die auch das zwingende Erfordernis der Einreise bestätigen müssen: So müssen beispielsweise Grenzpendler und Grenzgänger (die nicht unter die 24-Stunden-Ausnahme für den Grenzverkehr mit Grenzregionen fallen) eine Bescheinigung des Arbeitgebers, Auftraggebers oder der Bildungseinrichtung vorlegen können. Baden-Württemberg stellt keine besonderen Formerfordernisse an diese Bescheinigungen. Sie können auf Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst sein.

Stand: 10.11.2020

Digitale Einreiseanmeldung

Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, sich für 10 Tage nach Einreise in Quarantäne zu begeben.

Damit die Gesundheitsämter die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren können, müssen Sie eine Digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Ihre Reise- und Kontaktdaten werden an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen kann.

Zur digitalen Einreiseanmeldung

Stand: 11.11.2020

Reiserückkehr

Das Ordnungsamt der Stadt Rheinfelden weist alle Reisenden, die aus Risikogebieten in die Stadt zurückkehren, darauf hin, dass sie nach der Corona-Verordnung des Landes dazu verpflichtet sind, sich unverzüglich beim Ordnungsamt unter E-Mail polizeiabteilung@rheinfelden-baden.de oder Telefon 07623/95-214, -216, - 209 zu melden.

Außerdem muss - gemäß der Corona-Verordnung Einreise / Quarantäne - eine zehntägige häusliche Quarantäne eingehalten werden (siehe oben).

Die Regelungen gelten unabhängig von der Art des genutzten Verkehrsmittels und betreffen daher auch Reisende, die mit ihrem eigenen Fahrzeug in einem Risikogebiet unterwegs waren. Alle Länder, die derzeit als Risikogebiet eingestuft werden, können auf der Internetseite des Robert-Koch Instituts nachgelesen werden. Eine Meldung an das Gesundheitsamt ist zunächst nicht erforderlich. Beim Auftreten von Symptomen sollte jedoch der Hausarzt kontaktiert werden.

Stand: 10.11.2020

Weitere Informationen

Gesundheitsamt Landkreis Lörrach
Telefon 07621 410-8971 | montags bis freitags von 8.30 - 10.30 Uhr
E-Mail: covid19@loerrach-landkreis.de

Unabhängig von den Öffnungszeiten des Landratsamts beantwortet der virtuelle Gesprächspartner COREY Fragen zur aktuellen Corona-Situation unter:
https://www.loerrach-landkreis.de/corona/Chatbot
Zentrale Abstrichstelle für den Landkreis
Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) betreibt eine zentrale Corona-Abstrichstelle auf dem Pendlerparkplatz an der Regio-S-Bahn-Haltestelle „Haagen/Messe“ in Lörrach-Haagen.

Es handelt sich um eine reine Abstrichstelle für Personen ohne Krankheitszeichen. Zugang zur Abstrichstelle und einen kostenlosen Test erhalten nur folgende Personengruppen nach Anmeldung:
  • Reiserückkehrende aus dem Ausland. Bitte Nachweise (Flugticket, Bahnfahrt, Hotel- oder Tankquittung etc.) mitbringen
  • Personen, die vom Gesundheitsamt zur Testung aufgefordert werden, weil sie als Kontaktperson ermittelt wurden.
  • Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege mit Berechtigungsschein der jeweiligen Einrichtung
  • Personen mit „erhöhtem Risikonachweis“ über die Corona-Warn-APP
Diese Personen melden sich über www.loerrach-landkreis.de/termin_abstrichstelle an. Die Testergebnisse können selbst abgerufen werden, entweder über die Corona-Warn-APP oder online über www.freiburg.corona-ergebnis.de mit der Labor-Auftrags-Nummer. Eine genaue Anweisung wird an der Abstrichstelle mitgegeben.

Tabelle zu den Unterschieden zwischen der Abstrichstelle und der Fieberambulanz


Fieberambulanz
Seit Montag, 19. Oktober, gibt es neben der bereits bestehenden Corona-Abstrichstelle in Lörrach auf dem Pendlerparkplatz an der Regio-S-Bahn-Haltestelle „Haagen/Messe“ in Lörrach-Haagen auch eine sogenannte Fieberambulanz. In ihr werden Patienten mit Erkältungssymptomen getestet. Mit den nun zunehmenden grippalen Infekten sollen so die Haus- und Kinderärzte entlastet werden. Damit wird sichergestellt, dass die Arztpraxen den Normalbetrieb für Patienten mit chronischen Erkrankungen und anderen Hochrisikogruppen aufrechterhalten können.

Die Fieberambulanz ist nicht frei zugänglich. Ein Zutritt ist ausschließlich mit einer entsprechenden Überweisung des Haus- oder Kinderarztes möglich. Wie bereits üblich, müssen Patienten für eine solche Überweisung unbedingt ihren Hausarzt anrufen und sollten nicht unangekündigt die Praxis aufsuchen. Die Ärzte entscheiden, ob eine Vorstellung bei der Fieberambulanz notwendig ist. Über eine Online-Terminbuchung kann dann direkt ein passender Termin gebucht werden. Testergebnisse können im Normalfall etwa 36 Stunden nach dem Abstrich über ein Online-Portal abgerufen werden. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann ebenfalls während des Termins in der Fieberambulanz ausgestellt werden, sofern dies nicht schon über den Hausarzt erfolgt ist.

Personen mit Corona-typischen Symptomen wie Fieber, Husten oder Geruchs- und Geschmacksverlust wenden sich zunächst telefonisch an ihren Haus- oder Kinderarzt, der sie bei Bedarf an eine der Corona-Schwerpunkt-Praxen überweisen kann. Nur beim Hausarzt oder in einer Corona-Schwerpunkt-Praxis kann untersucht und behandelt werden, nur dort kann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden.

Testmöglichkeit beim Hausarzt / bei einer Schwerpunktpraxis
Eine Testung auf den Corona-Virus kann in den Corona-Abstrichzentren bzw. -Schwerpunktpraxen oder direkt beim Hausarzt vorgenommen werden. Bitte melden Sie sich zunächst immer telefonisch bei ihrem Hausarzt. Dieser kann Ihnen einen Termin anbieten oder Sie an eine Schwerpunktpraxis verweisen.   Eine Übersicht der Schwerpunktpraxen ist folgender Karte zu entnehmen: http://coronakarte.kvbawue.de

Alle Patienten erkundigen sich beim Hausarzt nach den Ergebnissen, wenn sie von diesem nicht aktiv telefonisch oder per E-Mail (selten per Post) kontaktiert und über einen negativen Befund informiert werden. Das Deutsche Rote Kreuz kann keinerlei Auskunft über Testergebnissse geben.

Das Gesundheitsamt (die Klinik bei stationär behandelten Patienten) benachrichtigt unverzüglich Betroffene bei positiven Befunden. Es werden auch weiterhin alle angegebenen Kontaktpersonen informiert.

Liegt ein negatives Testergebnis vor und zeigt der Patient dennoch weiterhin Symptome, entscheidet der Hausarzt, wie er weiter vorgeht.
Wenn durch das Gesundheitsamt eine offizielle Quarantäne für eine konkrete Person verhängt wird, so wird das der Person schriftlich mitgeteilt. Dort steht auch, an wen sich die Person bezüglich Fortzahlung von Lohn/Gehalt wenden muss.

Die amtlich angeordnete Quarantäne wird durch die Ortspolizeibehörden nur in bestätigten positiven Fällen oder bei engen Kontaktpersonen zu (nachverfolgbaren!) positiven Fällen schriftlich mitgeteilt und hat starke Einschränkungen der persönlichen Freiheit zur Folge, die bei Nichtbefolgen strafrechtliche Konsequenzen haben.
Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Liste der Risikogebiete
Test für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten müssen künftig selbst gezahlt werden
Seit dem 16. September gibt es in Baden-Württemberg keine kostenfreien Corona-Tests mehr für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Wer sich dennoch an der Abstrichstelle auf dem Pendlerparkplatz an der Lörracher S-Bahn-Haltestelle „Haagen/Messe“ in Lörrach-Haagen testen lassen möchte, muss die Kosten von rund 150 Euro künftig selbst tragen.
Künftig grundsätzlich zehn Tage Quarantänepflicht

Die wesentliche Änderung im Überblick: Die Quarantäne-Zeit wird von 14 auf zehn Tage verkürzt. Eine sofortige Befreiung von der Quarantänepflicht mit Vorlage eines negativen Testergebnisses bei Einreise wird jedoch nicht mehr generell möglich sein. Neu ist hingegen die Möglichkeit, die Quarantänedauer mit der Vorlage eines negativen Testergebnisses zu verkürzen. Dabei darf der Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.

Wer aus einem Risikogebiet nach Baden-Württemberg einreist, muss seit dem 8. August einen verpflichtenden Corona-Test durchführen lassen. Dies gilt unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel die Einreise geschieht. Welche Länder als Risikogebiet eingestuft sind, wird auf den Seiten des Sozialministeriums und des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelistet und täglich aktualisiert. Die Testung ist kostenlos.

Wer aus Staaten einreist, die nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind, kann sich seit dem 16. September in Baden-Württemberg nicht mehr kostenlos testen lassen.
Stand: 10.11.2020