Coronavirus

Allgemeine Informationen

Telefon-Hotline
Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt in Stuttgart eine Telefon-Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet: Telefon 0711 9043 9555 (montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr)

Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Lörrach, die Fragen zum Corona-Virus haben, können sich auch an das Gesundheitsamt des Landkreis Lörrach wenden: Telefon 07621 4108971 (montags bis freitags von 8.30 bis 10.30 Uhr)

Über die E-Mail-Adresse covid19@loerrach-landkreis.de können ebenfalls Fragen gestellt werden, die zeitnah beantwortet werden.
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung hilft allen Bürgern dabei festzustellen, ob sie in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. Infektionsketten können so schneller unterbrochen werden, das Smartphone wird zum Warnsystem.

Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich. 

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur App finden Sie hier.
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das genetisch eng mit dem SARS-Virus verwandt ist, kann eine Lungenkrankheit auslösen (Coronavirus Infectious Disease, CO-VID19).

Wissenschaftler und Forscherinnen haben den Erreger offiziell als Sars-CoV-2 benannt, weil er dem Erreger des Schweren Akuten Atemwegssyndroms Sars ähnelt. CoV steht dabei für Coronavirus, der Name der Virusfamilie, deren Erreger Menschen und verschiedene Tiere infizieren können.


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie respiratorische Erkrankungen (siehe „Welche Symptome werden durch Coronaviren ausgelöst?“). Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch – primär über Sekrete des Respirationstraktes erfolgt (Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion).
Die neuartigen Coronaviren wurden überdies in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist indes noch nicht abschließend geklärt.

Siehe auch „Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen“ und „In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?“
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt.

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome. In Deutschland mussten Kontaktpersonen von Menschen mit bestätigter Infektion bislang für 14 Tage in Quarantäne.
Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen.

Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent; es ist jedoch wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.
Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine dynamische und ernst zu nehmende Situation. Weltweit nimmt die Anzahl der Fälle weiterhin zu. Die Anzahl der neu übermittelten Fälle war in Deutschland von etwa Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, danach nahmen die Fallzahlen über einige Wochen zu und haben sich in der letzten Woche stabilisiert. Es kommt weiterhin bundesweit zu größeren und kleineren Ausbruchsgeschehen, insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis und bei Gruppenveranstaltungen. Auch Reiserückkehrer, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, haben zu dem Anstieg der Fallzahlen im Juli und August beigetragen. Nach wie vor gibt es keine zugelassenen Impfstoffe und die Therapie schwerer Krankheitsverläufe ist komplex und langwierig. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland weiterhin als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Übertragbarkeit
Das Infektionsrisiko ist stark vom individuellen Verhalten (AHA-Regel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen), der regionalen Verbreitung und von den Lebensbedingungen (Verhältnissen) abhängig. Die Aerosolausscheidung steigt bei lautem Sprechen, Singen oder Lachen stark an. In Innenräumen steigt hierdurch das Risiko einer Übertragung deutlich, und besteht auch, wenn ein Abstand von mehr als 1,5 m eingehalten wurde.
Wenn der Mindestabstand von 1,5 m ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterschritten wird, besteht auch im Freien ein erhöhtes Übertragungsrisiko.

Krankheitsschwere
Bei der überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Erkrankung mild. Die Wahrscheinlichkeit für schwere und auch tödliche Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.
Es kann auch ohne bekannte Vorerkrankungen und bei jungen Menschen zu schweren bis hin zu lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen kommen. Langzeitfolgen sind derzeit noch nicht abschätzbar.

Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems
Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, physische Distanzierung) ab. Sie ist aktuell in weiten Teilen Deutschlands gering, kann aber örtlich sehr schnell zunehmen und dann insbesondere das öffentliche Gesundheitswesen, aber auch die Einrichtungen für die ambulante und stationäre medizinische Versorgung stark belasten.

Stand 02.09.2020
Deutschlandweit gibt es Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2). Fallzahlen sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen abrufbar.
Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen werden dort auch grafisch in einem Dashboard dargestellt.
Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzudämmen. Um Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich so weit wie möglich zu vermeiden, sind weiterhin gesamtgesellschaftliche Anstrengungen nötig. Dazu zählen Hygienemaßnahmen, das Einhalten von Husten- und Niesregeln, Abstand zu halten und in bestimmten Situationen eine Mund-Nasen-Bedeckung/ Alltagsmaske zu tragen.

Alle Personen mit COVID-19-vereinbaren Symptomen sollten möglichst weitere Kontakte vermeiden, einen Arzt/Ärztin kontaktieren und zeitnah auf SARS-CoV-2 getestet werden.

Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Zahl der Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Ausbrüche zu verhindern. Hierdurch soll die Zeit für die Entwicklung von antiviralen Medikamenten und von Impfstoffen gewonnen werden. Auch sollen Belastungsspitzen im Gesundheitssystem vermieden werden.

Das Ordnungsamt der Stadt Rheinfelden weist alle Reisenden, die aus Risikogebieten in die Stadt zurückkehren, darauf hin, dass sie nach der Corona-Verordnung des Landes dazu verpflichtet sind, sich unverzüglich beim Ordnungsamt unter E-Mail polizeiabteilung@rheinfelden-baden.de oder Telefon 07623/95-214, -216, - 209 zu melden.

Außerdem muss eine 14-tägige häusliche Quarantäne eingehalten werden. Diese kann nur dann entfallen, wenn ein ärztliches Zeugnis, das nicht älter als 48 Stunden ist und den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entspricht, vorliegt. Als ärztliches Zeugnis gilt auch die Bescheinigung eines fachärztlich geführten Testlabors.

Die genannten Regelungen gelten unabhängig von der Art des genutzten Verkehrsmittels und betreffen daher auch Reisende, die mit ihrem eigenen Fahrzeug in einem Risikogebiet unterwegs waren. Alle Länder, die derzeit als Risikogebiet eingestuft werden, können auf der Internetseite des Robert-Koch Instituts nachgelesen werden. Eine Meldung an das Gesundheitsamt ist zunächst nicht erforderlich. Beim Auftreten von Symptomen sollte jedoch der Hausarzt kontaktiert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter

Informationen für Reiserückkehrer
Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt (AA) gegeben. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des AA im Internet einzusehen:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise
Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich - auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – an ihr zuständiges Gesundheitsamt (Landratsamt Lörrach: 07621 4102101) wenden.
Bislang wird mit Rachenabstrichen auf das Virus getestet. Einen solchen Test können inzwischen fast alle Labore vornehmen und dann an das zuständige Testlabor schicken.
In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Wenn eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein; so wird das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen, verringert
(Fremdschutz).
Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.
Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Diese Einschätzung gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum:

https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-lang-coronaviren-auf-flaechen-ueberleben-und-wie-man-sie-inaktiviert-60251/

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195670120300463?via%
3Dihub

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.
Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.
Für den Infektionsschutz sind die Bundesländer zuständig. Die konkrete Umsetzung obliegt den Gesundheitsämtern vor Ort.

Wenn ihnen von Ärzten oder Laboren eine Infektion gemeldet wurde, leiten sie diese Information an das Landesgesundheitsamt weiter und entscheiden ferner in Abstimmung mit Gemeinde und Polizei, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

Bund und Länder haben überdies sogenannte Pandemiepläne.
Bei den derzeit noch überschaubaren Quarantänefällen funktioniert die Versorgung über Angehörige, Freunde oder Nachbarschaftshilfe. Es besteht kein Grund für sogenannte Hamsterkäufe.

Wer dennoch vorsorgen will, kann gemäß den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ganz allgemein für Notlagen einen Vorrat für zehn
Tage zu Hause zu haben.
Haustiere erkranken offenbar nicht am Corona-Virus.

Mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen können das Virus an ihre Haustiere weitergeben, aber die Tiere erkranken nicht daran. Dies teilte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, am 24.03.2020 in Stuttgart mit.
Quelle: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Robert-Koch-Institut, SWR

Weitere Informationen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Film: Corona Wissen kompakt