Ausblick auf den Ortsteil Minseln

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Zeitreise

  • Mittel-Minseln um 1900
    Mittel-Minseln um 1900

    Postkarte Unterminseln um 1903
    Postkarte Unterminseln um 1903

    Postkarte Unterminseln um 1906
    Postkarte Unterminseln um 1906

Geschichte von Minseln

Die drei Ortsteile Unter-, Mittel- und Oberminseln liegen in einem freundlichen kleinen Hochtal des Dinkelberges an der Straße, die von Rheinfelden (Baden) nach Maulburg ins Wiesental führt.

Erstmals wird der Ort im Jahr 754 als „Minsilido“ in einer Sankt Galler Urkunde erwähnt. Mittel- und Unterminseln sind als Hofsiedlungen wohl gleichzeitig entstanden, etwas später erfolgte die Besiedlung von Oberminseln.

Die Apostel Petrus und Paulus als Kirchenpatrone lassen es als möglich erscheinen, dass die Kirche eine klösterliche Gründung ist und sogar bis in die Zeit der Christianisierung im 7. Jahrhundert zurückreicht.

Die Ritter von Eptingen waren als Besitzer des Fronhofs im Mittelalter die wichtigsten Grundherren des Dorfes.

Im 13. Jahrhundert ist ein eigener Ortsadel nachweisbar: So wird 1272 ein Albert von Minseln, 1283 ein Ritter Heinrich von Minseln und im gleichen Jahr ein Kleriker B. von Minseln erwähnt. Ein tatsächlicher Adelssitz im Dorf ist aber nicht nachgewiesen.

Winteraufnahmen in Minseln um 1910
Winteraufnahmen in Minseln um 1910

Minseln gehörte zur Grafschaft Rheinfelden, die ab 1449 zu Österreich gehörte. Bei nahezu allen Kriegen am Hochrhein war der Ort ein Opfer von Plünderungen und Brandschatzungen, wobei er vor allem im 30jährigen Krieg (1618-1648) bei der Belagerung von Rheinfelden durch die Schweden (1634) schwer leiden musste.

Im Jahr 1686 wurde in der 1275 erstmals genannten Pfarrei das heutige Gotteshaus erbaut. In unserer barockarmen Gegend ist die Minselner Sankt Peter-und-Pauls-Kirche etwas Einmaliges. Das Erscheinungsbild des Inneren ist bestimmt durch die großen, die Decke überspannenden Gemälde, die den Raum in spätbarocker Manier zentrieren. Die Stuckierung und auch die Malerei in der Kirche sind vom Säckinger Münster beeinflusst. Bemerkenswert ist auch der aufwendige Rokokoaltar, der die Maßstäbe einer Dorfkirche, auch der Qualität nach, übersteigt.

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