Blick auf den Ortsteil Eichsel

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Zeitreise

  • Historische Postkarte um 1900
    Historische Postkarte um 1900

    Ansichtskarte von Eichsel um 1920
    Ansichtskarte von Eichsel um 1920

    Ansicht Untereichsel um 1920
    Ansicht Untereichsel um 1920

Geschichte von Eichsel

Der Ortsname geht auf das verlorengegangene, althochdeutsche Wort sol oder sal zurück. Dieser Begriff bedeutete eine nasse, sumpfige Stelle, womit Eichsel die Sol oder Sal bei den Eichen bedeuten würde. Das heutige Eichsel besteht aus den Ortsteilen Ober- und Niedereichsel.

Die so genannten „Hünengräber“ auf der Gemarkung stammen aus frühgeschichtlicher Zeit. In der Nähe des „Mägdebrunnens“ und im Gewann „Maueracker“ konnten Funde aus der Zeit des Römischen Reiches gesichert werden. Im Gewann „Obmansgrab“ und bei der Kapelle von Niedereichsel wurden alemannische Reihengräber freigelegt.

Ansichtskarte St. Galluskirche um 1905Der Ort wird 1242 als Eichissol erstmals erwähnt und gehörte damals zur Grafschaft und später vorderösterreichischen Herrschaft Rheinfelden. Zusammen mit anderen Orten am Dinkelberg war Eichsel zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu einem Gerichtsbezirk zusammen gefasst. Nach der Übernahme durch Baden kam der Ort 1806 zum Amt Beuggen und 1809 zum Bezirksamt Schopfheim.

Die ersten Nachrichten über die gotische Kirche in Eichsel stehen im Zusammenhang mit der dortigen Verehrung der heiligen drei Jungfrauen Kunigunde, Mechtunde und Wibranda. Nach der lokalen Legende gehörten die drei Frauen zum Gefolge der heiligen Ursula. Auf der Reise nach Basel erkrankten sie und verstarben im nahe gelegenen Rappersweier. Sie wurden in Eichsel begraben und bald danach ereigneten sich an ihren Gräbern so genannte Wunder.

Nach einer Überprüfung des Heiligenkults 1504 durch den päpstlichen Legaten Raymund Peraudi wurden die Gebeine der drei Jungfrauen neu in Reliquiaren in der Sankt Gallus-Kirche zu Eichsel bestattet. Damit wurde die bisherige volkstümliche Verehrung dieser drei heiligen Frauen durch die Kirche bestätigt. Die drei heiligen Jungfrauen wurden in der Folgezeit zum Kern einer regional nicht unbedeutenden Wallfahrt. Jeweils am 3. Sonntag im Juli findet ihnen zu Ehren der so genannte Eichsler Umgang statt.

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