Stadtentwicklung

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Therese Herzog-Rennau

Therese Herzog-Rennau Therese Herzog-Rennau wurde am 12. Mai 1886 geboren und verstarb am 9. Mai 1980.

Therese Herzog war zusammen mit ihrer Schwester Emmi eine der ersten Frauen überhaupt, die im damaligen Königreich Preußen Medizin studieren durften und gehörte somit zu der ersten Generation von Frauen, die Ärzte wurden.

Sie eröffnete im Juni 1913 ihre Praxis zunächst in der Rheinfelder Gartenstraße. Es folgte alsbald dann der Umzug an den Rhein in die Zollstraße (heute Therese-Herzog-Weg). Ihr unermüdlicher Einsatz für ihre Patienten ist unvergessen. In der Nachkriegszeit mit mangelhafter ärztlicher Versorgung machte sie anfangs mit dem Fahrrad ihre Hausbesuche, häufig auch auf dem Dinkelberg. Im Winter bei Schnee und Eis musste sie öfter auch in den Dörfern bei Bauern übernachten oder wurde mit einem Pferdeschlitten zurückgebracht. Sie war das beste Beispiel einer ebenso beliebten wie in allen medizinischen Bereichen erfahrenen Landärztin alten Stils.

Nach Übergabe der Praxis an ihre Tochter Hadumoth Dieterich-Herzog fand Therese Herzog zusammen mit ihrem Mann im Tessin eine neue Heimat und widmete sich dort fortan ihrem Hobby, der Malerei. Die jetzt zum Verkauf gelangenden Bilder befinden sich im Familienbesitz, früher waren sie zum größten Teil in der ehemaligen Frauenklinik ausgestellt.

Für ihren aufopferungsvollen Einsatz wurde Therese Herzog-Rennau von der Ärztekammer mit der Albert-Schweitzer-Medaille ausgezeichnet. Ihre Verdienste für die Stadt Rheinfelden (Baden) wurden im Jahr 1961 durch die Verleihung der Ehrenbürgerschaft gewürdigt.

Literatur:
Persönliche Angaben der Doktoren Holger und Welf Dieterich.

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