Stadtentwicklung

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Herbert King

Herbert King Herbert King wurde am 2. Juni 1920 geboren. Er verstarb am 5. Juli 2001.

Herbert King wurde in Tutzing, Kreis Starnberg, als Sohn des Schlossermeisters Julius King und seiner Frau Maria geboren. Die Eltern zogen mit dem 12jährigen Herbert nach Weil am Rhein. Die Höhere Handelsschule und eine kaufmännische Lehre mit Abschluss  der Handelsgehilfenprüfung in Mannheim waren die Stationen seiner Ausbildung. 1942 heiratete er seine Jugendliebe Frieda Müller aus Herten. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Herbert King wurde bei der Stadt Rheinfelden (Baden) als Buchhalter der Stadtkasse angestellt. Wegen seiner Leistungen als Leiter des städtischen Rechnungsamtes forderten die Freien Wähler Herbert King auf, sich um den Bürgermeisterposten der Stadt zu bewerben. Der Stadtrat wählte ihn 1948 für neun Jahre. Mit 28 Jahren war er damals der jüngste Bürgermeister in Baden.

Herbert King und Maurice Sadorge (1963) Der Flüchtlingsstrom aus den verlorenen deutschen Gebieten und die damit entstandene Wohnungsnot war das größte Problem nach dem Krieg. Bürgermeister Herbert King rief daher die Städtische Wohnungs- und Siedlungsbau GmbH 1951 ins Leben. Er betrieb tatkräftig den Aus- und Neubau aller Schultypen in seiner Stadt. Seine Unterstützung fanden auch die Vereine der jungen Industriestadt. Zwischen 1957 und 1959 wurde auf sein Betreiben hin, das Altenheim, später Bürgerheim, mit 120 Betten gebaut. Bei der Suche nach einer Partnerstadt in Frankreich fand Herbert King in Maurice Sadorge aus Fécamp in der Normandie einen gleichgesinnten Bürgermeister. Die Verschwisterung der beiden Städte konnte schon 1963 gefeiert werden.

Die Gebiets- und Verwaltungsreform Anfang der 70er Jahre erforderten das ganze Verhandlungsgeschick des Bürgermeisters mit den heute in die Stadt integrierten sieben Gemeinden. Rheinfelden (Baden) wuchs zur großen Kreisstadt heran. Eine Herzensangelegenheit war für Herbert King der Bau eines Krankenhauses in Rheinfelden (Baden). Viele Widerstände waren zu überwinden, bis endlich 1975 das erste Kreiskrankenhaus in Rheinfelden (Baden) eröffnet werden konnte. 1988 musste Herbert King sein Amt als Oberbürgermeister aus Altersgründen abgebeben. Hans Weber, ein langjähriger Wegbegleiter fasste zusammen: “Herbert King ist ein Mann, der in selbstverständlicher Treue zu seiner Stadt und seiner Aufgabe zum Nutzen und Wohl der Bürger gedient hat.“

Literatur:
Diezinger, Sabine: Rheinfelder Biografien Bd. 1; Rheinfelder Geschichtsblätter  2004

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