Stadtnachrichten

Stadtmitteilung

Pilotinitiative "Ressourcenschutz im Alltag"


In einem mehrstufigen Prozess werden Geflüchtete in einem sinnvollen Umgang mit Abfall und Energie geschult.  
 
Vorbeugende Maßnahme

„Mit dieser Problematik sind alle Kommunen konfrontiert“, erklärt Bürgermeisterin Diana Stöcker. Themen wie Mülltrennung, Heizen und Lüften werden in vielen Herkunftsländern, allein schon aufgrund der klimatischen Bedingungen, anders gehandhabt. Spätestens bei der Heizkostenabrechnung Ende des Jahres käme dann oft das große Erschrecken.
 
Nachhaltigkeit

„Natürlich informieren wir auch jetzt schon die Menschen in der Anschlussunterbringung und weisen zum Beispiel auf die Wichtigkeit des richtigen Lüftens hin“, betont die Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte Jacqueline Zeng. Ihrer Erfahrung nach, sind diese Belehrungen aber nicht sehr nachhaltig.

Kompetente Partner

Um das Thema langfristig und wirksam zu vermitteln, hat sich die Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte mit der städtischen Klimaschutzmanagerin und der Energieagentur des Landkreises zwei Partner ins Boot geholt, die bei der Vermittlung dieser Thematik viel Erfahrung haben. Die VHS als weitere Partnerin bietet das Know-how zur Wissensvermittlung an diese besondere Zielgruppe.
 
Multipliktoren

Bis zu Beginn der neuen Kurse im Herbst wird nun das entsprechende Unterrichtsmaterial entwickelt und zusammengestellt. In drei Halbtagesschulungen lernen die Geflüchteten alles Wissenswerte zu den Themen Abfall, Energiesparen, Heizen und Lüften. Und nach dem erfolgreichen Abschluss besteht für die Teilnehmer der Schulungen die Möglichkeit, sich zum „Verbraucher-Scout“ ausbilden zu lassen und ihr Wissen bei Hausbesuchen weiterzugeben. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und auch Geflüchtete aktiv als Multiplikatoren einzubinden.

Modellhaftes Projekt
 
„Grundsätzlich richtet sich das Projekt in erster Linie an Geflüchtete aus Rheinfelden“, erklärt Bürgermeisterin Diana Stöcker. Bei freien Kapazitäten steht die Teilnahme aber auch anderen Kommunen offen. „Gemeinsam haben wir das Projekt bewusst von Beginn an so angelegt, dass es problemlos übertragbar ist“, so Stöcker.

Lernmaterial - open source

Der Leiter der Energieagentur Jan Münster weist zudem darauf hin, dass das Projekt eine Pilotinitiative darstellt. Die entwickelten Unterrichtsmaterialien und die Erfahrungen sollen auch anderen interessierten Kommunen und Gemeinden im Landkreis und auch darüber hinaus open source zur Verfügung stehen. Eine Idee, die auch dem Landkreis Lörrach gefällt. Er fördert das Projekt mit 10.000Euro aus dem Programm „Integrationsprojekte“.

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