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Stadtmitteilung

Eröffnung des Solarparks Herten auf der ehemaligen Deponie


Sinnbildlich überreichte die Hertener Ortsvorsteherin an die Betreiber eine "Sonne".  Neben Gästen aus Herten und Rheinfelden waren auch viele Kreisräte, der Erste Landesbeamte Ulrich Hoehler sowie Vertreter der EWS Elektrizitätswerke Schönau, der Bürgersolar Hochrhein und der Bürgerwindrad Blauen bei der Eröffnung dabei.

Quantensprung

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt sprach von einem Quantensprung in Hinblick auf das städtische Klimakonzept, das bis zum Jahr 2030 eine Steigerung der erneuerbaren Energien auf 30 Prozent vorsieht. Er dankte allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und lobte das Bauamt für die schnelle Bearbeitung. „Wir haben in nur sieben Monaten Planungsrecht geschaffen. Dies würde ich mir für so manch anderes Bauvorhaben auch wünschen“, so Eberhardt.

Gutes Ende für Deponie

Für Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller findet ein jahrzehntelanges negativ besetztes Dauerthema mit dem Solarpark ein wunderschönes Ende. In ihrer Dankesrede skizzierte sie kurz die Geschichte der Deponie Herten, die in den 80er Jahren in einer Ausgabe des Sterns „Hausmülldeponien im Test“ zu zweifelhaftem Ruhm gekommen war. Sie dankte dem Konsortium aus EWS Elektrizitätswerke Schönau, Bürgersolar Hochrhein und Bürgerwindrad Blauen für seinen Mut und seine Tatkraft.
 
Beispielhafte Zusammenarbeit


Die zukünftigen Betreiber machten keinen Hehl daraus, dass sie noch im August des letzten Jahres Zweifel hatten, ob das Projekt rechtzeitig fertig werden würde. Der Anblick der mehr als 11.000 installierten Solarmodule mit einer Leistung von drei Megawatt entschädige aber für alle Anstrengungen und Herausforderungen, so Alexander Sladek, Mitglied des Vorstands der EWS Elektrizitätswerke Schönau.
 
Für Willi Mangold, Vorstand bei der Genossenschaft Bürgersolar Hochrhein, und Peter Schalajda, Vorstandsmitglied der Bürgerwindrad Blauen, ist der Hertener Solarpark aber auch in anderer Hinsicht ein Vorzeigeprojekt. „Eine derartige Kooperation unter drei Genossenschaften zur Realisierung eines solchen Großprojektes ist in unserer Branche eine Seltenheit“, so Mangold.

Größte Anlage im Landkreis Lörrach

Auch für Ulrich Hoehler, Erster Landesbeamter des Landkreises Lörrach, hat das Projekt Modellcharakter. „Im Landkreis Lörrach werden sich sicherlich nicht mehr viele so große Solarparks verwirklichen lassen", sagte er und zeigte sich von der Anlage beeindruckt.

Um auch den Bürgerinnen und Bürgern einen Eindruck über die größte Solaranlage in der Region zu vermitteln, soll es im Sommer die Möglichkeit der Besichtigung geben.

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