Stadtmitteilung

Oberbürgermeister bekräftigt die Bewerbung Rheinfeldens um das Zentralklinikum


Das Stadtoberhaupt bekräftigte noch einmal die Bewerbung Rheinfeldens und betonte die guten Erschließungsvoraussetzungen. „Wir garantieren eine Erschließung innerhalb von 18 Monaten“, so Eberhardt. Wohnbaulandreserven von insgesamt 26 Hektar für zukünftige Mitarbeiter sowie zahlreiche Synergieeffekte mit dem Unternehmen Osypka AG – angefangen bei der Zusammenarbeit im Bereich der Sterilisation und Forschung, bis hin zum Kardiologentraining durch das Peter Osypka Herzzentrum in München – stellen weitere Pluspunkte des Standortes Rheinfelden dar.
 
Kennzahlen - objektive Bewertungsgrundlagen

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt machte deutlich, dass er bei einigen Punkten im Bewertungsverfahren objektive und messbare Kennzahlen vermisse. So könne man, seiner Ansicht nach, die Erreichbarkeit nicht allein aufgrund der Distanz bemessen, sondern man müsse vielmehr den tatsächlichen Zeitaufwand berücksichtigen. Dies würde normalerweise in entsprechenden Verkehrsmodellen abgebildet. Genauso fehle es bei der Bewertung der Lärmemissionen an einer objektiven Bewertungsgrundlage. „Die Hochrheinstrecke ist beispielsweise nicht Bestandteil des Lärmaktionsplans und entsprechende Zahlen des Verkehrsmonitorings belegen, dass es bei der B 34 noch Luft nach oben gibt“, so Eberhardt.

Schwemmsand und Stechmücken

Auch die angeführten Bedenken hinsichtlich möglichen Schwemmsands auf dem Baugrundstück kann der Oberbürgermeister nicht nachvollziehen. Schürfungen auf dem Grundstück oder Bodenuntersuchungen bei anderen Projekten in diesem Bereich zeigen, dass der Boden aus Rheinlehm, Kies und Sandstein besteht. Die Abzüge für „Stechmücken“ seien ebenfalls irritierend, da gerade bei fließenden Gewässern diese „Gefahr“ sehr viel geringer ist, als bei stehenden. Dass die Feldlerche bereits seit letztem Jahr ihr neues Zuhause nördlich der Bahn angenommen hat, ist für das Rheinfelder Stadtoberhaupt ein Indiz für die Effektivität der ergriffenen Maßnahmen.
 
Verkehrsmodell, Kosten und Zeitachse

Sobald die Stadt vom Landkreis den entsprechenden Fragekatalog erhält, wird sie alle offenen Fragen klären und hofft, dass die Ergebnisse entsprechend in die Bewertung einfließen werden.  „Wie schon von vielen Seiten geäußert,  vermissen wir ein Verkehrsmodell, das sich an tatsächlichen Zeiten orientiert, eine umfassende Kostenrechnung sowie eine Berücksichtigung der Zeitachse. Denn mit zunehmender Realisierungsdauer steigen erfahrungsgemäß auch die Baukosten“, so Eberhardt.
 
Hinweis:
Am Dienstag, 7. Februar, findet um 19.30 Uhr im Bürgersaal im Rheinfelder Rathaus eine Bürgerinformation des Landkreises zur Grundstückssuche für ein Zentralklinikum statt.

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