Coronavirus - Hinweise des Kultusministeriums

Schulen und Kitas

Der Schulbetrieb in Baden-Württemberg ist am Montag, 4. Mai, wieder in eingeschränktem Maß gestartet. Seit 18. Mai können zudem Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege die Betreuung schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs ausweiten. Die Notbetreuung in Schulen und Kitas bleibt weiterhin bestehen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigte am 26. Mai an, dass weitere Schritte der Öffnung von Kitas und Grundschulen erfolgen sollen. In enger Abstimmung mit den Trägern und anderen Partnern soll ein Konzept für weitere Öffnungsschritte sowohl für die Kitas wie auch für die Grundschulen entwickelt werden. Ziel bei den Kitas ist eine vollständige Öffnung bis spätestens Ende Juni. 

Zu Fragen rund um die Situation für Schulen, Kitas sowie weitere Bildungsbereiche hat das Kultusministerium eine Seite mit häufigen Fragen und Antworten angelegt. >>> Diese finden Sie hier.

Notbetreuung

Die Stadt Rheinfelden (Baden) hat nach der Schließung von Schulen und Kitas eine Notbetreuung für Eltern in systemkritischen Berufen eingerichtet. Diese wurde nun  auf Klassenstufe sieben ausgeweitet. Zudem wurde das Angebot für Eltern in präsenzpflichtigen Berufen geöffnet. Die erweiterte Notbetreuung ist am 27. April gestartet.

Weitere Details, Voraussetzungen und Anmeldeformulare finden Sie hier.

Kitas: Schrittweise zum reduzierten Regelbetrieb

Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege können vom 18. Mai 2020 an die Betreuung schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs ausweiten. Die Landesregierung hat nun den rechtlichen Rahmen für die schrittweise Öffnung von Kitas und Kindertagespflege geschaffen. Für die Umsetzung vor Ort und die Konzepte sind die Kommunen, Träger und Einrichtungen in eigener Zuständigkeit verantwortlich. 

Wiedereinstieg in den Schulbetrieb

Fahrplan des Kultusministeriums
>>> Der Fahrplan des Kultusministeriums zum Herunterladen.

Der Schulbetrieb in Baden-Württemberg ist am Montag, 4. Mai, wieder in eingeschränktem Maß mit Schülerinnen und Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der diesjährigen Prüfungsklassen der beruflichen Schulen gestartet. Das weitere Vorgehen sieht vor:

Grundschulen

Die Grundschulen im Land sind am 18. Mai mit den Viertklässlern wieder in den Präsenzunterricht eingestiegen. Der Unterricht soll sich dabei auf die Kernfächer konzentrieren. Außerdem wird die Klassengröße halbiert, um dem Abstandsgebot Rechnung tragen zu können. Die erweiterte Notbetreuung wird aufrechterhalten.

Nach den Pfingstferien, also ab dem 15. Juni, soll auch an den Grundschulen Präsenzunterricht rollierend angeboten werden. Die Kinder sollen im wöchentlichen Wechsel an die Schule kommen - eine Woche die Erst- und Drittklässler, eine Woche die Zweit- und Viertklässler. Der Turnus ist: immer eine Woche Unterricht an der Schule und dann wieder eine Woche Fernlernen von Zuhause aus. Der Schwerpunkt wird auf Deutsch, Mathe und Sachunterricht liegen.

Weiterführende Schulen

Nach den Pfingstferien sollen alle Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, Realschulen, Haupt- und Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen in einem rollierenden System Präsenzunterricht bekommen, der mit den Fernlernangeboten verzahnt werden soll. Dafür stehen bis zu den Sommerferien sechs Wochen zur Verfügung, die erweiterte Notbetreuung läuft daneben weiter.

Für das rollierende System sieht das Kultusministerium folgenden Rhythmus vor: In den sechs Schulwochen, die noch anstehen, sollen im wöchentlichen Wechsel die Klassen 5/6, 7/8 aller Schularten und 9/10 am Gymnasium in Präsenzphasen an den Schulen einbezogen werden. So haben alle Schülerinnen und Schüler bis Schuljahresende noch mindestens zwei Schulwochen Präsenzunterricht an der Schule. An den Haupt- und Werkrealschulen sowie an den Gemeinschaftsschulen gibt es zudem Spielraum für die Förderung der Schüler auf G-Niveau.

Darüber hinaus richten die Schulen für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, die in den vergangenen Wochen weder digital noch analog erreicht wurden, Lerngruppen an den Schulen ein. Mit diesen Förderangeboten soll den Schülern ermöglicht werden, den Stoff aufzuholen, zu wiederholen und zu vertiefen, damit sie Anschluss halten können.

In den Sommerferien wird das Kultusministerium zudem freiwillige Lern- und Förderangebote anbieten – und damit Schülerinnen und Schülern, die sich unsicher fühlen und mehr üben möchten, die Möglichkeit geben, Lerninhalte zu wiederholen, zu vertiefen und gezielt an Lernschwierigkeiten zu arbeiten.

Berufsschulen

Auch an den beruflichen Vollzeitschulen, den beruflichen Gymnasien, den Berufskollegs und den Berufsfachschulen sollen nach den Pfingstferien alle Schülerinnen und Schüler in regelmäßigen Abständen im Präsenzunterricht einbezogen werden.

Die Jahrgangsstufe 1 der beruflichen Gymnasien, also der Klassenstufe 12, soll dabei besonders einbezogen werden, da diese Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr die Abiturprüfung absolvieren. Für die duale Berufsausbildung gilt, dass die Berufsschule in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben nach Pfingsten in regelmäßigen Abständen besucht wird.

Auch an den beruflichen Schulen werden voraussichtlich nach den Pfingstferien immer rund 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler bei kleineren Gruppen an der Schule sein. Die Details zur Ausweitung des Schulbetriebs an den beruflichen Schulen müssen noch ausgearbeitet werden.

Hochschulen

An Hochschulen läuft der Betrieb seit dem 20. April in digitaler Form. Präsenzveranstaltungen können nur durchgeführt werden, wenn es zwingend notwendig ist.  

Abschlussprüfungen

In Baden-Württemberg beginnen am Montag, 18. Mai, die diesjährigen Abiturprüfungen an den allgemein bildenden Gymnasien und am Mittwoch, 20. Mai, die Abiturprüfungen an den beruflichen Gymnasien. >>> Prüfungstermine

Auch die konkreten Prüfungstermine in den anderen Schularten beginnen bald.
>>> Termine

Schülerinnen und Schüler, die sich unsicher fühlen, aus welchen Gründen und Bedenken auch immer, müssen nicht am Haupttermin der Abschlussprüfung teilnehmen und können stattdessen den ersten Nachtermin wählen.

Alle Informationen dazu unter:

Prüfungen an den Hochschulen

Infolge der Corona-Verordnung entfallen auch alle lehramtsbezogenen Abschlussprüfungen in den Staatsprüfungen. Dies gilt sowohl für die Prüfungen an den Pädagogischen Hochschulen, als auch für die Prüfungen des Frühjahrsdurchgangs 2020 an den Universitäten sowie weiteren Hochschulen einschließlich der Pädagogischen Hochschulen. Diese Prüfungen werden verschoben.

Information zu den Lehramtsprüfungen:

Klassenfahrten und Schüleraustausche

Alle außerunterrichtlichen Veranstaltungen sind bis Schuljahresende untersagt. Dies umfasst auch alle Studien- und Klassenfahrten im Inland wie in das Ausland sowie alle Schüleraustausche. Die bei Studien- und Klassenfahrten im Inland wie in das Ausland sowie bei Schüleraustauschen verursachten Stornierungskosten werden vom Land übernommen.

Die im Schreiben vom 3. März 2020 dargelegten Regelungen sind weiterhin aktuell und zu beachten. Von neuen Reisebuchungen für das kommende Schuljahr ist bis auf weiteres abzusehen.

Schüler- und Betriebspraktika

Schüler- und Betriebspraktika entfallen im Schuljahr 2019/2020. Praktika müssen von den Schülerinnen und Schülern nicht zwingend nachgeholt werden. Die Entscheidung trifft die Schulleitung.


Schulanmeldung

Infolge der Schutzmaßnahmen, die einer Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken sollen, ist eine persönliche Anmeldung an der Schule derzeit nicht möglich. Eine „vorläufige“ Anmeldung wird deshalb fernmündlich per Telefon, Brief oder E-Mail empfohlen.

Quelle: Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg