Coronavirus - Öffentliches Leben und Veranstaltungen

Geltende Verordnungen

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Die Umsetzung des neuen Beschlusses liegt bei den Ländern.

Bereits zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin auf ein Konzept bei möglichen Rückfällen geeinigt: So müssen Landkreisen oder kreisfreie Städte, in denen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auftreten, sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat anschließend den Stufenfahrplan für Baden-Württemberg zur Lockerung der Corona-Verordnung vorgestellt. Der auf dem Ampelprinzip basierende Plan gilt vorbehaltlich der Infektionslage und wurde am 9. Mai vom Kabinett verabschiedet.

GRÜN bedeutet, dass diese Bereiche bereits geöffnet und erlaubt sind.
GELB stellt eine baldige Öffnung in Aussicht, während bei
ROT noch kein konkreter Termin für eine Öffnung genannt werden kann.
Die Bereiche können auch je nach Infektionslage zwischen den Phasen wechseln.

Die aktuellen Verordnungen finden Sie in der Rubrik "Zum Herunterladen" auf dieser Seite.


ampel grün


Dienstleistungen und Handel

  • Einzelhandelsgeschäfte dürfen unabhängig von ihrer Größe öffnen.
  • Alle nicht-körpernahen Dienstleistungen sind erlaubt.
  • Frisöre dürfen öffnen. Seit 11. Mai sind in Friseursalons gesichtsnahe Dienstleistungen wie wie Bartpflege, Wimpern färben und Augenbrauen zupfen wieder gestattet. Auch Kosmetikstudios dürfen diese Arbeiten durchführen.
  • Fußpflege darf öffnen.
  • Sonnenstudios dürfen wieder öffnen.
  • Körpernahe Dienstleistungen mit vergleichbaren Hygienebedingungen wie Friseure können wieder angeboten werden. Dazu zählen:
    • Massagestudios
    • Kosmetikstudios
    • Nagelstudios
    • Tattoo-Studios
    • Piercingstudios

Bildung

  • Kitas und Kindertagespflege: Einleitung eines Übergangs von der erweiterten Notbetreuung in einen eingeschränkten Regelbetrieb für Kindertagesstätten und Kindertagespflege. Zunächst sollen nur maximal 50 Prozent der Kinder zur gleichen Zeit in der Kita sein. Die Ausgestaltung erfolgt durch die Träger vor Ort.  >>> Weitere Informationen
  • Notbetreuung bis zur Hälfte des Klassenteilers bis zur Klassenstufe 7.
  • Schrittweise Öffnung für Abschlussklassen in den weiterführenden Schulen und Berufsschulen.
  • Stufenweise Öffnung der Erwachsenenbildung, beruflichen Bildung und von privaten Bildungseinrichtungen.
  • Online-Semester an den Hochschulen und Präsenzbetrieb wenn nötig, etwa in Laboren.
  • Spielplätze dürfen wieder öffnen.
  • Eingeschränkter Betrieb an Musikschulen und Jugendkunstschulen ist wieder möglich.
  • Öffnung der 4. Klassen in den Grundschulen.
  • Auf Grundlage der Verordnung über die Wiederaufnahme des Betriebs der beruflichen Bildungseinrichtungen sind ab dem 18. Mai die Erbringung von Kursen der überbetrieblichen Ausbildung, Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung und die Durchführung von beruflichen Fortbildungen unter Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen wieder möglich.

Gastronomie, Tourismus und Kultur

  • Speisegaststätten dürfen ab 18. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Der Besuch einer Speisewirtschaft ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und den Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich.
  • Bei räumlich abgetrennten geschlossenen Gesellschaften sind in Gaststätten auch Zusammenkünfte mit der erweiterten Familie möglich.
  • Eisdielen und Cafés dürfen unter Auflagen öffnen.
  • Beherbergungsbetriebe dürfen für Geschäftsreisende öffnen.
  • Tierparks, Zoos und botanische Gärten dürfen öffnen.
  • Museen, Galerien und Ausstellungshäuser dürfen öffnen.
  • Freizeiteinrichtungen im Freiluftbereich wie Ausflugsziele, für die Eintrittsgeld zu entrichten ist, dürfen unter Auflagen öffnen. Das gilt nicht für Freizeitparks.
  • Campingplätze dürfen wieder öffnen für Übernachtungen in Wohnwagen, Wohnmobilen oder festen Mietunterkünften. Auch die Beherbergung in Ferienwohnungen und vergleichbaren Wohnungen wird wieder zugelassen. Das gilt jeweils nur, soweit eine Selbstversorgung möglich ist. Die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt.
  • Kontaktarm auszugestaltende Freizeitangebote wie etwa Minigolf oder Bootverleih werden wieder erlaubt.
  • Fahrradverleih zu touristischen Zwecken wird wieder möglich.

Freizeit, Sport und Vergnügen

  • Vergnügungsstätten wie Spielbanken, Spielhallen sowie Wettvermittlungsstellen dürfen unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Sie dürfen aber keine gastronomischen Angebote anbieten.
  • Freiluft-Sportanlagen für Sportaktivitäten ohne Körperkontakt dürfen unter Auflagen wieder den Betrieb aufnehmen, etwa Tennis, Golf, Bogenschießen etc.
  • Freiluft-Sport mit Tieren ist unter Auflagen wieder möglich, etwa auf Reitanlagen und in Hundeschulen.
  • Die erste und zweite Fußball-Bundesliga darf in Form von so genannten Geister- oder Wohnzimmerspielen den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Gesundheit und Pflege

  • Beschränkungen für Zahnärzte sind aufgehoben. Es dürfen wieder alle Behandlungen durchgeführt werden.
  • Elektive Eingriffe in Krankenhäusern sind wieder möglich.
  • Zum 18. Mai wurde das Besuchsverbote in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen gelockert. >>> Details finden Sie hier.


Veranstaltungen

  • Demonstrationen sind erlaubt (Artikel 8 Grundgesetz).
  • Gottesdienste dürfen wieder stattfinden.
  • In privaten Räumen sind nun nicht mehr nur direkte Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel), sondern zusätzlich auch Geschwister (Seitenlinie) und deren Nachkommen (also Kinder und Enkel) von der Fünf-Personen-Grenze bei Ansammlungen im nichtöffentlichen Raum ausgenommen.
  • Ab 27. Mai dürfen im privaten Raum bis zu zehn statt wie bisher nur fünf Personen aus mehreren Haushalten zusammenkommen. Die Beschränkung auf zehn Personen gilt weiterhin nicht für Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder, Geschwister und deren Nachkommen) sowie die Angehörigen des gleichen Haushalts und deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner oder Partnerinnen und Partner.

Verkehr

  • Fahrschulen und Flugschulen können wieder den Betrieb aufnehmen.
  • Sportboothäfen dürfen unter Einhaltung der Anstands- und Hygieneregeln wieder den Betrieb aufnehmen.
  • Luftsport (zum Beispiel Modellflug) ist wieder möglich.
  • Alltagsmasken sind auch im Personenfernverkehr (Züge der DB AG) und in Flughafengebäuden zu tragen.
  • Die Fahrgastschifffahrt in Baden-Württemberg ist wieder ausdrücklich erlaubt. Wie in anderen Verkehrsträgern gilt die Maskenpflicht.Tourismus und Freizeit


Tourismus und Freizeit

  • Öffnung von Beherbergungsbetrieben, Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen unter Auflagen (diese werden hier zeitnah veröffentlicht).
  • Öffnung der Freizeitparks und Wiederaufnahme des Betriebs durch Anbieter von Freizeitaktivitäten auch innerhalb geschlossener Räume. Besondere Auflagen sind zu beachten (diese werden hier zeitnah veröffentlicht).


ampel gelb


Ab dem 2. Juni dürfen öffnen:

Veranstaltungen

  • Ab dem 1. Juni können private Veranstaltungen in öffentlich mietbaren Einrichtungen – also beispielsweise Restaurants oder Veranstaltungsstätten – im Innenraum mit bis zu zehn Teilnehmenden sowie im Außenbereich mit bis zu 20 Teilnehmenden wieder stattfinden, etwa Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Taufen.
  • Nicht private Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen dürfen ab dem 1. Juni mit bis zu 100 Teilnehmenden stattfinden. Dafür müssen die Veranstalter ein Hygienekonzept erarbeiten, das auf Verlangen vorgelegt werden muss. Zu dieser Veranstaltungsart gehören etwa Konzerte, Theater, kleinere Festivals mit Sitzplätzen, Vortragsveranstaltungen, Kino, Veranstaltungen von Vereinen, Parteien, Unternehmen wie Betriebsversammlungen oder Aktionärsversammlungen oder Behörden, Examens- und Abschlussveranstaltungen. Das heißt, zum 1. Juni können Kultureinrichtungen und Kinos mit festen Sitzplätzen für bis zu 100 Teilnehmende wieder öffnen. Hierzu wird zeitnah noch eine gesonderte Verordnung erlassen, die Fragen zu Hygienevorschriften und Abstandsregeln beinhaltet.

Sport und Freizeit

  • Öffnung von Sportanlagen und Sportstätten (auch innerhalb geschlossener Räume, wie etwa Fitnessstudios sowie Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen, sofern durch Rechtsverordnung zugelassen). Es gelten auch hier besondere Auflagen, die zu beachten sind.
  • Um Schwimmkurse durchzuführen, dürfen Schwimm- und Hallenbäder ab dem 2. Juni wieder öffnen. Dazu gehören auch Kurse zum therapeutischen Schwimmen. Ein Freizeit-Breitensport-Badebetrieb ist zunächst weiter nicht möglich.
  • Öffentliche Bolzplätze sollen wieder benutzt werden können.
  • Jugendhäuser dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Gastronomie

  • Kneipen und Bars dürfen unter Hygienevorgaben wieder öffnen.

Ab dem 15. Juni dürfen voraussichtlich öffnen:


Bildung

  • Ab dem 15. Juni sollen die Grundschulen wieder für die restlichen Jahrgänge öffnen. Im wöchentlichen Wechsel die Klassen 1/3 und 2/4.
  • Ab dem 15. Juni sollen die weiterführenden Schulen wieder für die restlichen Jahrgänge öffnen. Im wöchentlichen Wechsel die Klassen 5/6, 7/8 und am Gymnasium 9/10


ampel rot

Ein Datum für eine mögliche Öffnung steht derzeit noch nicht fest.

Dienstleistungen

  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.

Gastronomie

  • Shisha-Bars, Clubs und Diskotheken.

Kultur, Freizeit und Sport

  • Jugendhäuser.
  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Theater, Schauspielhäuser und Freilichttheater.
  • Kinos.
  • Alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, sowie Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen.
  • Bildungseinrichtungen sofern nicht anders geregelt.
  • Zuschauer bei Sportveranstaltungen.
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder.
  • Badeseen.
  • Saunen und Wellnessbereiche.
  • Öffentliche Bolzplätze.
  • Mannschaftssport.

Verkehr

  • Omnibusreisen zu touristischen Zwecken.

Veranstaltungen

  • Fachmessen, Publikumsmessen, Volksfeste/Kirmes/Hocks, Vereinsfeste, Kongresse, Spezialmärkte, Feiern.
  • Musikfestivals, Film-, Theater- und Musikfestivals.
  • nicht-kulturelle Ausstellungen.
  • Großveranstaltungen sind voraussichtlich bis Ende des Jahres nicht möglich.

Der Stufenplan in der Übersicht:Stufenfahrplan der Landesregierung zur Lockerung der Corona-Maßnahmen, Stand 7. Mai 2020

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Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Verordnung

Verstöße gegen die Corona-Verordnung werden - wie die die Landesregierung beschlossen hat - als Ordnungswidrigkeit bestraft.
  • So können Behörden ein Bußgeld von 100 bis 1 000 Euro pro Person verhängen, wenn sich mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum aufhalten.
  • Wenn im privaten Raum mehr als fünf Personen zusammenkommen, können Bußgelder zwischen 250 bis 1 000 Euro verhängt werden.
  • Wenn geltende Fahrt- und Reiseverbote missachtet werden, drohen ebenfalls 250 bis 1 000 Euro Strafe.
  • Wer eine aktuell geschlossene Einrichtung wie etwa einen Friseursalon oder eine Bar weiterbetreibt, dem drohen 2 500 bis 5 000 Euro Bußgeld.
  • Personen, die ein Krankenhaus oder Pflegeheim betreten, das derzeit für Besucher geschlossen ist, riskieren ein Bußgeld von 250 bis 1500 Euro.
  • Bei wiederholten Verstößen gegen die Corona-Verordnung stehen Bußgelder bis zu 25 000 Euro im Raum.
Zum Bußgeldkatalog der Landesregierung