Coronavirus

Allgemeine Informationen

Telefon-Hotline

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt in Stuttgart eine Telefon-Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet: 0711 9043 9555 (werktags von 9 bis 16 Uhr)

Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Lörrach, die Fragen zum Corona-Virus haben, können sich auch an das Gesundheitsamt des Landkreis Lörrach wenden: 07621 4108971 (montags bis mittwochs sowie freitags von 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr und donnerstags von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr)

Über die E-Mail-Adresse covid19@loerrach-landkreis.de können ebenfalls Fragen gestellt werden, die zeitnah beantwortet werden.


Zentrale Abstrichstelle für den Landkreis

Im Landkreis Lörrach werden seit dem 10. März die Corona-Tests in einer zentralen Abstrichstelle der niedergelassenen Ärzte im Landkreis gebündelt. Eingerichtet wurde die Abstrichstelle auf dem Parkplatz des Kreiskrankenhauses in Rheinfelden.

Die Abstrichstelle ist nicht frei zugänglich. Nur wenn ein vom Arzt festgestellter begründeter Verdachtsfall vorliegt, wird der Patient an das Gesundheitsamt gemeldet, das dann wiederum den Patienten zum Abstrich einbestellt.

Das Gesundheitsamt bittet daher ausdrücklich darum, das Abstrichzentrum nicht eigenständig aufzusuchen. Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion melden sich daher bitte auch weiterhin telefonisch bei Ihrem Hausarzt. 

Situation in Deutschland

Inzwischen sind deutschlandweit Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden.

Fallzahlen sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen abrufbar.

Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11. März von der Weltgesundheitsorganisation zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit (Stand 27.03.2020) insgesamt als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an.

Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Risikogebiete

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien. Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Eine Liste der aktuellen Risikogebiete kann beim Robert-Koch-Institut abgerufen werden unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Infektionsschutz­maßnahmen und Strategie

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie werden durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen und Verordnungen ergänzt.

Ziel aller Maßnahmen ist es, die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Zeit zu gewinnen. Behandlungskapazitäten in den Kliniken werden erhöht, um Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen.

Symptome des Coronavirus

Das neuartige Coronavirus mit dem offiziellen Namen “SARS-CoV-2“ wird von Mensch zu Mensch übertragen und kann eine Atemwegserkrankung auslösen, die als “COVID-19” bezeichnet wird. Krankheitszeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Schüttelfrost, Übelkeit oder Durchfall.

Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.
 
Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund.

Weitere wichtige Informationen, zum Beispiel zum Testverfahren, auch unter:
https://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/06_Aktuelles/Faktenblatt_Coronavirus.pdf

Rheinfelder Meldungen zum Thema

Artikel-Suche
Artikel 1-3 von 26
30.03.2020
Auch in Rheinfelden kam es am vergangenen Wochenende zu vermehrten Verstößen gegen das von der Landesregierung ausgesprochene „Kontaktverbot“ im öffentlichen Raum.
30.03.2020
In Rheinfelden ist die „Corona-Notbetreuung“ sowohl für die Schul-als auch die Kita-Kinder während der Osterferienzeit – mit Ausnahme der Feiertage - gesichert.
27.03.2020
Aufgrund der Verordnung des Kultusministeriums zur Eindämmung des Coronavirus sind seit 17. März alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen.
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Häufige Fragen zum Thema (FAQ)

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das genetisch eng mit dem SARS-Virus verwandt ist, kann eine Lungenkrankheit auslösen (Coronavirus Infectious Disease, CO-VID19).

Wissenschaftler und Forscherinnen haben den Erreger offiziell als Sars-CoV-2 benannt, weil er dem Erreger des Schweren Akuten Atemwegssyndroms Sars ähnelt. CoV steht dabei für Coronavirus, der Name der Virusfamilie, deren Erreger Menschen und verschiedene Tiere infizieren können.
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie respiratorische Erkrankungen (siehe „Welche Symptome werden durch Coronaviren ausgelöst?“). Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch – primär über Sekrete des Respirationstraktes erfolgt (Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion).
Die neuartigen Coronaviren wurden überdies in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist indes noch nicht abschließend geklärt.

Siehe auch „Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen“ und „In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?“
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt.

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome. In Deutschland mussten Kontaktpersonen von Menschen mit bestätigter Infektion bislang für 14 Tage in Quarantäne.
Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen.

Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent; es ist jedoch wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.
Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Einreise aus einem dieser Gebiete Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln,
  • suchen Sie nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf Ihre Reise einen Arzt auf,
  • vermeiden Sie unnötige Kontakte,
  • bleiben Sie zu Hause,
  • halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen und drehen Sie sich weg; halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase oder benutzen Sie ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen (Husten und Niesetiquette),
  • waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife, vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund (Händehygiene).
Als Risikogebiet gelten:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Wenn Sie sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, unabhängig von Symptomen
  • vermeiden Sie unnötige Kontakte,
  • bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.

Bei akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit oder ohne Fieber
  • halten Sie sich an die oben genannten Verhaltenshinweise zur Händehygiene, Husten und Niesetiquette,
  • suchen Sie nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf Ihre Reise einen Arzt auf.
Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich - auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – an ihr zuständiges Gesundheitsamt (Landratsamt Lörrach: 07621 4102101) wenden.
Bislang wird mit Rachenabstrichen auf das Virus getestet. Einen solchen Test können inzwischen fast alle Labore vornehmen und dann an das zuständige Testlabor schicken.
Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.
In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Wenn eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein; so wird das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen, verringert
(Fremdschutz).
Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Diese Einschätzung gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum:

https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-lang-coronaviren-auf-flaechen-ueberleben-und-wie-man-sie-inaktiviert-60251/

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195670120300463?via%
3Dihub
Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt, Zwischenwirte wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.
Derzeit noch nicht.
Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.
Bei den derzeit noch überschaubaren Quarantänefällen funktioniert die Versorgung über Angehörige, Freunde oder Nachbarschaftshilfe. Es besteht kein Grund für sogenannte Hamsterkäufe.

Wer dennoch vorsorgen will, kann gemäß den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ganz allgemein für Notlagen einen Vorrat für zehn
Tage zu Hause zu haben.
Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt (AA) gegeben. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des AA im Internet einzusehen:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise
Ministerpräsident Conte hat am 10. März angesichts eines deutlichen Anstiegs der Infizierten die Bewegungsfreiheit in ganz Italien weiter eingeschränkt und das ganze Land zur Schutzzone erklärt. Einschränkungen, die bisher in weiten Teilen Norditaliens gegolten haben, gelten nun im ganzen Land.

https://www.tagesschau.de/ausland/italien-corona-115.html

Mit Stand vom 24. Februar 2020 meldet Italien einen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen von COVID-19 aus mehreren Regionen. Die meisten Fälle finden sich in Regionen in Norditalien (Lombardei, Emilia-Romagna, Venetien und Ligurien), wobei ein Cluster zusammenhängender Infektionsketten in der Lombardei sowie ein anderes in Venetien identifiziert wurde.

Reisende, die mit einer in Italien an COVID-19 erkrankten Personen einen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an ihr Gesundheitsamt wenden.

Alle anderen Reisenden aus italienischen Regionen mit COVID-19-Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten diese Personen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife zu waschen, ist zu empfehlen.
Für den Infektionsschutz sind die Bundesländer zuständig. Die konkrete Umsetzung obliegt den Gesundheitsämtern vor Ort.

Wenn ihnen von Ärzten oder Laboren eine Infektion gemeldet wurde, leiten sie diese Information an das Landesgesundheitsamt weiter und entscheiden ferner in Abstimmung mit Gemeinde und Polizei, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

Bund und Länder haben überdies sogenannte Pandemiepläne.
Haustiere erkranken offenbar nicht am Corona-Virus.

Mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen können das Virus an ihre Haustiere weitergeben, aber die Tiere erkranken nicht daran. Dies teilte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, am 24.03.2020 in Stuttgart mit.
Quelle: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und Robert-Koch-Institut

Weitere Informationen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Film: Antworten auf häufig gestellte Fragen


Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung